Lauffeuer // Mein Lauffeuer > l Dirk Tschechne wird neuer Landes-Jugendfeuerwehrwart
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Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zum Fuß-Menü mit Verweisen zur Suche, Kontakt, etc. springenMit einer neuen Führung wollen die Jugendfeuerwehren in Schleswig-Holstein ihren Boom fortsetzen. Bei der Landesdelegiertentagung in Neumünster wurde Dirk Tschechne (46) zum neuen Landes-Jugendfeuerwehrwart gewählt. Er tritt zum 1. Mai die Nachfolge von Hauptbrandmeister Hauke Ohland an, der nach sechs Jahren nicht wieder kandidierte. Tschechne konnte sich in der Wahl deutlich gegen den amtierenden stellvertretenden Landes-Jugendfeuerwehrwart Sascha Kessler aus Flensburg durchsetzen. Der bisher vakante Posten des Fachbereichsleiters „Bildung" konnte mit Imke Eggert besetzt werden. Der Nachwuchsorganisation der Feuerwehr gelang es auch 2010 wieder, ihre Mitgliederzahlen leicht zu steigern. Ende 2010 versahen 9.568 (Vorjahr 9.537) Mitglieder, darunter 2.246 (2.223) Mädchen, den Feuerwehrdienst, erklärte Landes-Jugendfeuerwehrwart Hauke Ohland (Eckernförde). „In die Einsatzabteilungen der Feuerwehren wechselten 561 Jugendliche und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der Personalknappheit in den Wehren. Mit einer Neugründung, aber auch leider einer Auflösung blieb die Zahl der Jugendfeuerwehren im Lande mit 416 stabil", sagte Ohland bei der Landesversammlung der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren vor rund 180 Delegierten und Gästen im Holstenhallen-Restaurant in Neumünster. Um weiter kräftig für die Jugendwehren werben zu können, hatte Innenstaatssekretär Volker Dornquast einen Bewilligungsbescheid über 10.000 Euro mitgebracht. Vorrangig sollen mit diesem Geld weitere Bausteine der seit fünf Jahren laufenden Werbe- und Imagekampagne umgesetzt werden. Unter anderem wird ab Sommer erneut Großflächenplakatwerbung in Schleswig-Holstein auf die ehrenamtliche Jugendarbeit in den Feuerwehren hinweisen. Eine positive Bilanz wurde zur landesweiten Werbe- und Imagekampagne zur Mitgliederwerbung für die Jugendfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren gezogen. Durch die so genannten „Mitmachtage" gelang es, die Mitgliederzahlen zu halten und teilweise zu steigern. Kernthema einer von RSH-Chefkorrespondent Carsten Kock moderierten Gesprächsrunde waren die anstehenden Probleme der Jugendverbände wegen massiver Kürzungen von Landeszuschüssen. „In den Jugendfeuerwehren wird qualifizierter Nachwuchs für die Einsatzabteilungen ausgebildet. Die Sicherung einer ausreichenden Einsatzstärke in den aktiven Feuerwehren werde fast ausschließlich von den Jugendfeuerwehren gewährleistet", berichtete der Landes-Jugendfeuerwehrwart. Im Berichtsjahr wurden 440 Jungen und 121 Mädchen als vollwertige Mitglieder in die Freiwilligen Feuerwehren übernommen. Von den rund 104.000 Gruppenstunden galten 53.000 der allgemeinen Jugendarbeit (Umweltschutzaktionen, soziale Projekte, Freizeiten) und 51.000 der feuerwehrtechnischen Ausbildung. Für besondere Verdienste um das Jugendfeuerwehrwesen wurden geehrt: Hans Schönherr, Ministerialrat im Innenministerium mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber; Friedrich-Wilhelm Hobein, Ex-Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises Herzogtum Lauenburg mit der Ehrenmitgliedschaft im Landes-Jugendfeuerwehrausschuss; Sascha Hambrock mit der Leistungsspange der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr in Bronze; Hauke Ohland, bisheriger Landesjugendfeuerwehrwart, mit der Ehrenmitgliedschaft im Landes-Jugendfeuerwehrausschuss und der Leistungsspange der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr in Gold sowie der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold.
Holger Bauer

