Lauffeuer // Mein Lauffeuer > Jugendfeuerwehren feiern 50. Geburtstag
Das sind die Seiten der Mitgliederzeitschrift Lauffeuer der Deutschen Jugendfeuerwehr.
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Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zum Fuß-Menü mit Verweisen zur Suche, Kontakt, etc. springenDie 21 Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt, in denen aktuell 729 Jungen und Mädchen aktiv sind, feiern in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag. In den 50 Jahren des Bestehens der Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt konnten mittlerweile über 2.200 junge Floriansjünger, rund 70 Prozent der Aktiven, in die aktiven Einsatzmannschaften ihrer Gemeindewehren übernommen werden. Die Jugendfeuerwehr Rastatt war die erste, die am 1. Mai 1961 vom damaligen Kreisbrandmeister Julius Greiser ins Leben gerufen wurde. Kurz darauf wurden weitere Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt gegründet, die sich 1964 zur Kreisjugendfeuerwehr Rastatt zusammengeschlossen haben. Richard Riemer, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt, organisierte das erste Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager mit 50 Jugendlichen in Bermersbach. „Beim Essenfassen im ersten Zeltlager wollten meine Feuerwehr-Kameraden, die als Betreuer dabei waren, dass die rund 100 Buben im Gleichschritt antraten", erinnert sich Hans-Martin Gäng, einer der ersten Pioniere in Sachen Jugendfeuerwehr. „Ich tingelte über die Dörfer, lud mich selbst zu Generalversammlungen der Feuerwehren ein und warb für die Jugendfeuerwehr", erzählt der heute 69-jährige Gäng. „Am Anfang war die Jugendfeuerwehr noch in keiner Weise organisiert und hatte auch keine einheitliche Kleidung, weswegen man uns die
Leistungsspange nicht abnehmen wollte", erzählt der 80-jährige Erich Riedinger aus Ebersteinburg. „Es gab am Anfang keinerlei Geld für die Jugendfeuerwehren, nicht mal Uniformen gab es. Die ersten Uniformen für die Buben haben unsere Feuerwehrfrauen selbst geschneidert, und auf den ersten Zeltlagern haben auch unsere Frauen kräftig mit angepackt und das Essen für die Jugendlichen gekocht", bemerkt der ehemalige Kreisbrandmeister Oskar Stahlberger, einer der
Wegbereiter für die Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt. Über 4.000 ehrenamtliche Stunden mit Kindern und Jugendlichen, rund 9.000 Stunden für Aus- und Fortbildungen sowie
Vorbereitung der Jugendarbeit - Zahlen, die für sich sprechen und die von den 20 Jugendwarten sowie 196 stellvertretenden Jugendwarten, Jugendleitern und Betreuern für die Jugendlichen in den Jugendfeuerwehren des Landkreises Rastatt im vergangenen Jahr erbracht wurden. 738 Jugendliche zählte die Kreisjugendfeuerwehr Ende vergangenen Jahres, wobei in den vergangenen fünf Jahren wieder ein leichter Anstieg festzustellen sei. Ein Siebtel der Mitglieder seien Mädchen. In den zwischenzeitlich im Landkreis Rastatt gegründeten acht Bambinigruppen werden 106 Kinder betreut. In einer Podiumsrunde, die Nico Mast von der Landesjugendfeuerwehr Baden-Württemberg mit Landrat Jürgen Bäuerle, dem Rastatter Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Mirko Lipinski, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Dieter Spannagel, dem ersten Kreisjugendfeuerwehrwart Hans-Martin Gäng und dem Kreisjugendfeuerwehr-Jugendsprecher Tino Meier führte, äußerten sich die Beteiligten
lobend über die Arbeit der Jugendfeuerwehren des Landkreises Rastatt. Die Ehrennadel in Gold der Kreisjugendfeuerwehr überreichte Rieger an Matthias Stiefel, seit 1995 Jugendfeuerwehrwart der Jugendfeuerwehr Iffezheim und seit 1998 in der Kreisjugendleitung aktiv.
Die Wegbereiter der Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt, v.l. Erich Riedinger, Hans-Martin Gäng, Oskar Stahlberger. Dahinter der jetzige Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Rieger, sein Stellvertreter Jürgen Fichtner und Matthias Stiefel, der mit dem Goldenen Ehrenabzeichen der Jugendfeuerwehren des Landkreises Rastatt geehrt wurde
Annette Nüßle



