Lauffeuer // Mein Lauffeuer > 24-Stunden Dienst wie bei der Berufsfeuerwehr

Bereits zum vierten Mal haben die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Weinbach einen Berufsfeuerwehrtag absolviert. Das Betreuer-Team um Jugendwart Robert Städtler und dessen Stellvertreter Thomas Traut hatte einige spannende „Einsätze" vorbereitet. Dienstbeginn war an einem Samstagmorgen um 8 Uhr. Nach der Einteilung der Fahrzeugbesatzungen stand als erstes Unterricht in Fahrzeug und Gerätekunde auf dem Dienstplan. Anschließend wurde auf dem Gelände hinter dem Gemeindebauhof das Löschen mit Feuerlöschern geübt. Der erste „Einsatz" ließ natürlich auch nicht lange auf sich warten. Ein aufgeregter Spaziergänger meldete eine Schlange in einem Baum in der Langschiedstraße. Über Funk wurde bei der „Leitstelle" ein „Schlangenfachmann" angefordert und anschließend die über über einen Meter lange (Plüsch-)Schlange über die Steckleiter in eine Wolldecke eingewickelt und vom Baum geholt. Nach dem Frühstück musste dann ein umgestürzter Baum von einem Auto entfernt werden. Bei weiterem Einsätzen mussten ein brennender Mülleimer im Fichtenweg gelöscht und ein Traktor, der Öl verloren hatte, mit dem Greifzug aus einer Böschung gezogen werden. Dabei musste der „betrunkene" Landwirt betreut und das ausgelaufene Öl (Kakaopulver mit Wasser) beseitigt werden. Gegen Mittag wartete dann ein besonders spannender Einsatz auf die Jugendlichen. Gemeldet wurde der „Leitstelle" ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf dem Festplatz. Ein Pkw hatte sich mehrmals überschlagen und begann im Motorraum zu „brennen" (schwarze Raucherzeuger). Der „Notarzt" versorgte die auf der Rücksitzbank liegende Person beim Eintreffen bereits. Das „Feuer" war mit dem Wasser aus dem Tank des Löschfahrzeuges schnell gelöscht. Mit der Rettungsschere wurde das Dach des Unfallfahrzeuges entfernt und der Fahrer gerettet. Zum Abendessen wurde dann gemeinsam gegrillt. Dann ein „Feueralarm", es brannte im Kindergarten „Arche Noah". Mit den selbstgebauten Jugendfeuerwehr-Atemschutzgeräten wurde das mittels Nebelmaschine verrauchte Gebäude nach vermissten Personen abgesucht und drei „Verletzte" mit der Krankentrage ins Freie gebracht. Auch in der Nacht mussten die Jugend-Berufsfeuerwehrleute ausrücken. Ein Mann war beim Versuch, seinen entlaufenen Hund im Feld zu suchen, gestürzt und hatte sich am Fuß verletzt. Da der Mann nicht genau sagen konnte, wo er sich befand, wurde eine Personensuche gestartet. Bereits nach kurzer Suche konnte der Mann gefunden und versorgt werden. Am Morgen beim Frühstück dann ein letzter Einsatz. Eine längere Ölspur musste beseitigt werden. Mit viel Eifer waren die Jugendlichen bei der Sache und lernten den stressigen Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes kennen. Schon jetzt freuen sich alle Beteiligten auf den Berufsfeuerwehrtag 2012. Weitere Fotos unter www.feuerwehr-weinbach.de

Lars Schäfer

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