Lauffeuer // Mein Lauffeuer > Jugendfeuerwehrtag 2011 Landkreis Ebersberg

Dichter Rauch dringt aus dem Stall eines landwirtschaftlichen Anwesens und im Inneren sind laute Hilferufe zu hören. Während rund um den Unglücksort große Aufregung herrscht, gilt es für die eintreffenden Feuerwehren, Ruhe zu bewahren und das Feuer schnellstmöglich zu bekämpfen.

 

Foto: Thomas GaulkeFoto: Thomas Gaulke

Doch die Einsatzkräfte, welche am Samstag, den 24. September 2011 mit Blaulicht und Martinshorn heraneilen, sind bestens vorbereitet und haben schon seit Tagen auf ihren Einsatz hingefiebert. Verteilt an insgesamt sieben unterschiedlichen Stationen rund um Grafing und Kirchseeon üben knapp 300 Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis Ebersberg (Oberbayern) im Rahmen des diesjährigen Kreisjugendfeuerwehrtages unter realistischen Bedingungen. Abgelegen und nur über eine schmale Straße erreichbar liegt das Staatsgut Osterseeon, auf welchem der fiktive Großbrand ausgebrochen ist. Eine junge Frau hat sich bei eigenen Löschversuchen Brandverletzungen zugezogen und ruft nach Bekannten, die sich noch im Gebäude befinden. Die Jugendfeuerwehren müssen nun innerhalb von wenigen Sekunden entscheiden, wo die Einsatzfahrzeuge postiert werden sollen und wie man am besten Löschwasser heranschaffen kann. Schlauchleitungen sind zu verlegen, eine große Pumpe soll Wasser aus einem Bach fördern und die Vermissten müssen gesucht werden. Jeder Fahrzeugbesatzung ist eine jugendlichen Gruppenführer zugeteilt, welcher die Hilfsmaßnahmen koordinieren und stets Rückmeldungen an den Einsatzleiter geben soll. Als ein Funkgerät plötzlich nur noch laut pfeift und kein Empfang mehr möglich ist, wird es hektisch. Und weil immer mehr Autos mit Neugierigen an die Brandstelle heranfahren wollen, muss zu allem Überfluss auch noch eine Verkehrsumleitung eingerichtet werden. 

 

Nach kurzer Zeit aber lassen sich dann die ersten Erfolge des Einsatzes verzeichnen, so dass der Brand mit mehreren Strahlrohren bekämpft werden kann. Ein großer Lüfter bläst zudem den gefährlichen Rauch aus dem Gebäude und auch die vermisste Personen sind alle gefunden und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Übungseinsatzes erhalten die Jugendlichen schließlich großes Lob von ihren Ausbildern, welche die Übung ständig beobachtet und bei Schwierigkeiten wichtige Hinweise gegeben haben. "Wir haben uns in diesem Jahr  erstmals bewusst für mehrere Stationen entschieden, damit wirklich jedes Jugendfeuerwehrmitglied aktiv teilnehmen konnte. Außerdem wurde die ganze Bandbreite von Feuerwehreinsätzen dargestellt - vom Großbrand bis hin zum schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen", so Kreisjugendwart Mathias Weigl.

 

gr 

 
 
 
 

 

Schau doch mal rein.

 
 
 
 
Hilfe für Deine Bewerbung

 

 
 
 
 
Lauffeuer das Heft

 

11 Ausgaben pro Jahr

 

Immer aktuell und jede Menge Infos rund um das Thema Jugendfeuerwehr

 

Weitere Informationen findest Du hier