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Contra - Kinder in der Feuerwehr
Nils von Lauffeuer-online ist gegen Kinder in der Feuerwehr
 

Überall hört man von den Kinder in den Feuerwehren. Doch ich verstehe diese neu entdeckte Aufregung zu diesem Thema nicht. Fakt ist: Der Nachwuchs in Deutschland wird weniger. Politik, Gesellschaft, aber auch wir Verbände müssen darauf reagieren. So werden mehr Schulen geschlossen und die Vereine stehen in noch direkterem Wettbewerb. Ich kenne einige die mir dann sagen, dass dies einer der Gründe ist, warum wir schon ab 6 Jahren Kinder aufnehmen sollten. Nur so könnten wir die Kinder und Jugendlichen langfristig an die Feuerwehr binden, da diese sonst vorher schon in anderen Vereinen sind und für die JF keine Zeit hätten.
Doch in kleinen Städten und Dörfern sprechen sich bereits heute die Vereine ab, wann wer sein Training oder Übungsdienst legt, damit man sich nicht in die Quere kommt. Wo also ist das Problem?


Außerdem meine ich, dass eine Jugendfeuerwehr, die ein interessantes Rahmenprogramm über das gesamte Jahr anbietet sich auch künftig durch eben diese qualitative Jugendarbeit behaupten wird. Denn die Mundpropaganda ist das wirkungsvollste Instrument, das wir haben. Aber solch eine Jugendarbeit ist zeit- und kostenintensiv.


Ich werde nervös, wenn ich die Forderung höre, dass die DJF sich künftig mit einer hauptamtlichen Kraft dem Thema Kinder in der Feuerwehr annehmen soll. Denn eines ist doch klar: Mehr Geld werden wir nicht bekommen.


Auch Personell dürfen wir unsere eh schon stark beanspruchten Betreuer nicht noch mehr einbinden. Hier sollte vor Ort gelten: Entweder Betreuer der JF oder der Kinder. Doch woher nehme ich das erforderliche Personal? Und wäre es dann nicht besser meine JF mit mehr Personal auszustatten um meine Mitglieder besser zu betreuen?


Ich finde, wenn wir schon Kinder in den Feuerwehren fördern wollen, muss dies losgelöst von der DJF und den Landesverbänden der Jugendfeuerwehren geschehen. Vielmehr müssten sich der DFV bzw. die Landesfeuerwehrverbände darum kümmern. Unser Personal arbeitet doch bereits am Limit! Vor Ort, auf Landes- und auf Bundesebene.


Jugendfeuerwehren müssen langfristig neue Wege wagen und den Trampelpfad verlassen um Jugendliche an sich zu binden. Dies geht aber nur mit Kreativität, Zeit und Geld. Meine Sorge bleibt daher, dass wir Zeit und Geld in einen Bereich investieren, der am Ende nicht den gewünschten Effekt bringt, denn was bringt es begeisterte Kinder heranzuziehen, die in der JF die Lust verlieren, weil dort nichts Tolles gemacht wird?

 

nb

 

Hier ist der Artikel für die Kinder in der Feuerwehr 

 

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P.U.schrieb am 05.02.2012 um 21:13Uhr

Ich sehe das Problem gar nicht mal in der Zahl der Betreuer, sondern viel mehr in der Intensivität die man für die Betreuung eines 6 jährigen Kindes braucht.

Ich bin Jugendgruppenleiter bei meiner JF. Daher ist meine Kinderzeit noch nicht so lange her. Wenn man überlegt was ein sechsjähriges Kind kann bzw. noch nicht kann, frage ich mich ob es für die Feuerwehr überhaupt schon geeignet ist.
Mit 6 Jahren kommen Kinder in die Grundschule. Einige sogar erst mit 7. So ist es also nicht verwunderlich wenn Kinder in Kinderfeuerwehren weder Lesen können, was auf Gerätschaften geschrieben steht, noch Begreifen können, warum die Schläuche B, C und D heißen.

Ein weiterer Aspekt ist, wie oben bereits erwähnt, die intensive Betreuung, die ein Sechsjähriger braucht.
Grade im Umgang mit Feuerwehrgeräten (seiens D-Schläuche) müssen die Kinder reif genug sein, um Gefahren zu erkennen und zu meiden.

Diese Reife (im weiteren Sinne auch Disziplin) die, meiner Meinung nach bei der Feuerwehr benötigt wird, ist nach Erfahrungen ja noch nicht einmal bei manchen 10 Jährigen aus der JF vorhanden.
Ich finde, man sollte trotz Mitgliedermangel nicht jeden sofort aufnehmen.
Denn was nützt einem eine große (Kinder-)Feuerwehrgruppe, die man gar nicht ausbilden kann, weil es an Disziplin und Ruhe mangelt?

Prof. Dr. Wolfgang Hochbruckschrieb am 03.02.2012 um 22:56Uhr

Es ist nicht so, dass die Feuerwehr so etwas alleine stemmen müsste: Man kann sich zB mit DRK, THW und wer sonst noch vor Ort is absprechen und gemeinsam eine AG Brand- und Katastrophenschutz in den überall gerade im Ausbau befindlichen Ganztagesschulen anzubieten. Damit kann man zumindest die 8-10jährigen bedienen. Der entscheidende Schritt kommt allerdings pädagogisch gesehen mit 10, nach der 4. Klasse - da kann man das JF-Angebot ansetzen. Wer darauf wartet, von den übriggebliebenen 12-jährigen noch welche abzubekommen, ist selbst schuld.

 
 
 
 

 

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