Lauffeuer // Mein Lauffeuer > Berufsfeuerwehrmann für einen Tag

Den Arbeitsalltag einer Berufsfeuerwehr haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bruchsal, Abteilung Untergrombach, kennengelernt. Die 18 Jugendlichen, fünf Betreuer und zahlreichen Helfer trafen sich dazu in Dienstkleidung in der Fahrzeughalle. Wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr (die es hier in der Nähe nur in Karlsruhe gibt) wurde der Tagesablauf besprochen und die damit verbundenen Dienste und Positionen auf den Fahrzeugen eingeteilt. Mit viel Spannung erwarteten die Jugendlichen den ersten ihrer zahlreichen „Einsätze". So war bei der Einsatzsituation „Containerbrand" die Begeisterung der Jugendliche im Fahrzeug während der Anfahrt deutlich zu spüren. „Du musst die Wasserversorgung sicher stellen..." „Nimmst du das Strahlrohr mit?" Viele Fragen gingen in den zwei Minuten durch die Runde. An der Einsatzstelle angekommen stellte der Einsatzleiter schnell fest, dass es sich um einen „Fehlalarm" handelte. Von Feuer keine Spur. Also ging es mit enttäuschten Gesichtern zurück zum Gerätehaus. Während die Jugendlichen dem Unterricht „Gerätekunde" lauschten, bereitete aber bereits ein fleißiger freiwilliger Helfer den nächsten Einsatz vor. Das „Notruftelefon" klingelte, die Meldeempfänger fingen an zu piepsen. Über den Lautsprecher folgte die Durchsage: „ Einsatz Untergrombach Hauptgruppe; Tierrettung in der Ernst-Renz-Straße, Ecke Wittumstraße, es rücken aus das TLF und LF". Man musste in Deckung gehen, um nicht von den jungen Einsatzkräften vor lauter Übermut über den Haufen gerannt zu werden. Genau so schnell war die „Katze" im Baum ausfindig gemacht und der Besitzer beruhigt worden. Das kleine Kuscheltier hatte sich in einem der großen Bäume am Reifenspielplatz verirrt. Gekonnt wurde die Leiter in Stellung gebracht und das Tier gerettet. Nach dem Mittagessen stand Löschangriff auf dem Programm. Doch noch während der Übung ging der nächste Notruf ein. Alarmstichwort: Wohnhausbrand Immertenstraße mit zwei vermissten Personen. Ein Feuerwehrkamerad hatte sein komplett entkerntes Gebäude für diesen Einsatz zur Verfügung gestellt. Das Bild an der Einsatzstelle war wirklich realistisch. Dichter Rauch drang aus den Fenstern. Hätten wir nicht gewusst, dass es sich um Disconebel handelt, hätte man meinen können vor einem brennenden Haus zu stehen. Hier durften die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen. Es wurde ein Löschangriff aufgebaut, zwei Trupps gingen zur Menschenrettung ins Gebäude vor, draußen wurden die geretteten Personen betreut und versorgt. In Rekordzeit konnte der angenommene Brand gelöscht, die Personen gerettet und das Haus rauchfrei gemacht werden. Nach einem gestellten Verkehrsunfall, dem Abendessen und der allgemeinen Nachtruhe kam der nächste Einsatz mit richtigem Feuer. Ein Containerbrand im Rötzenweg. Hier durfte nun endlich richtig gelöscht werden. Schon früh am nächsten Morgen kam der nächste Alarm - ein Fehlalarm. Der krönende Abschluss war ein Baum auf einem Feldweg der mit Hilfe von Handsägen beseitigt werden musste. Nachdem auch diese Aufgabe erfolgreich gelöst wurde, konnte das Feuerwehrhaus gereinigt und die Jugendlichen an ihre Eltern übergeben werden.

Thomas Heinold

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