Lauffeuer // Mein Lauffeuer > Jugendfeuerwehr unterstützt Aktion „Disco-Fieber“
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Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zum Fuß-Menü mit Verweisen zur Suche, Kontakt, etc. springenEine „Disco-Fieber-Aktion" an den Schulen des Schulverbunds Altmannstein und Pförring hat die Kreis-Jugendfeuerwehr Eichstätt tatkräftig unterstützt. Was im Jahr 2000 in Schrobenhausen als Bürgerinitiative nach mehreren tragischen Disco-Unfällen begann, ist inzwischen unter der Leitung der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) zu einer bayernweiten Aktion angewachsen. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren. Mit der Aktion sollen Jugendlichen befähigt werden, Risiken im Straßenverkehr zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen. Das gemeinsame Projekt ist für die Jugendlichen der achten und neunten Jahrgangsstufen gedacht und kam durch die Zusammenarbeit der Schulen, der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern und der Kreisjugendfeuerwehr zu Stande. Von der Projektgruppe „Disco-Fieber" führt Andrea Gugger durch das mehrstündige Programm. Schon der Film zu Beginn weist eine klare Richtung: Alkohol, Unfall, zugedeckte Leiche und die Frage nach dem Warum. „Wir brauchen dich auch morgen", heißt es am Ende. Eine Mischung aus Fakten und stark emotionaler Darstellung, die bei den Jugendlichen das Bewusstsein für Gründe und Folgen von Disco-Unfällen weckt.
Georg Schels, der stellvertretende Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Altmannstein, schildert den Ablauf eines nächtlichen Einsatzes von der Alarmauslösung bis hin zum oft traurigen Ende. Beschönigend ist sein Bericht nicht. „Das sind alles Bilder, die man im Leben nicht vergisst." Deshalb seine Bitte: „Denkt nicht nur an euch, sondern auch an die Mitfahrer, die Familie, die Verwandten." Eine Sekunde könne schlagartig ein Leben verändern oder gar beenden, so Schels. Eine besonders schwere Aufgabe nimmt Engelbert Erb von der Notfallseelsorge im Landkreis Eichstätt wahr. Er überbringt Angehörigen die schreckliche Nachricht vom Tod eines Verwandten. „Bei den schrecklichen Bildern am Unfallort brauchen oft auch die Einsatzkräfte eine Nachsorge", weiß er. Gleichzeitig betont er, dass niemand jungen Menschen den Spaß nehmen wolle. Gewisse Dinge müssten sie aber trotz allem beachten. „Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Kind zu verlieren", so Erb. Leider kämen heutzutage viele Eltern in diese Situation. Statistiken belegen, dass jedes fünfte Unfallopfer in Deutschland zwischen 18 und 24 Jahre alt ist. Es ist still, als sich die Schüler schließlich nach den Vorträgen im Freien versammeln. Dort demonstrieren die Feuerwehren Altmannstein und Pförring zum Abschluss des Projekts, wie ein Verletzter durch den Einsatz allerlei Hilfsmittel aus einem Fahrzeug befreit wird. Dabei sehen die Jugendlichen, welch dramatische Situation schon bei einer einzigen Trunkenheitsfahrt entstehen kann.
Ingrid Binder



