Die Freiluft-Feuerwache

Im österreichischen Riezlern warten Löschfahrzeuge hinter einem Zaun auf Einsätze

Die Freiluft-Feuerwache
Sicher hinter einem Zaun geparkt und doch jederzeit einsatzbereit.

Wer derzeit im österreichischen Kleinwalsertal, nahe der deutschen Grenze, die Hauptstraße des kleinen Ortes Riezlern besucht, der erspäht unweigerlich eine besondere Fahrzeugparade der örtlichen Feuerwehr. Allerdings hat diese nichts mit einer Ausstellung oder gar einer Festivität zu tun. Der Fahrzeugpark ist nämlich menschenverlassen, videoüberwacht und noch dazu vollständig eingezäunt.


Auf der Suche nach dem Grund für diese ungewöhnliche Freiluft-Feuerwache – eingerahmt vom imposanten Bergpanorama – wird man schließlich nur wenige hundert Meter weiter im Ortskern fündig. Die Gemeinde Mittelberg saniert und erweitert aktuell in Zusammenarbeit mit der Stützpunktfeuerwehr Riezlern sowie der örtlichen Bergrettung das Gerätehaus. Neben einer Erweiterung der bestehenden Fahrzeughalle erfolgt unter anderem auch die Neugestaltung der Umkleidebereiche, der Technikräume und der Kommandozentrale.


„26 Jahre lang wurde nach einem geeigneten Standort für einen Neubau gesucht. Nachdem kein Grundstück gefunden wurde, nahm man Abstand von einem Neubau und entschied sich für einen umfangreichen Um- und Erweiterungsbau am bisherigen Standort gemeinsam mit der Bergrettung“, erklärt die Feuerwehr.


Im Obergeschoss entstehen neue Büroräume und einer großer Schulungsraum, den Feuerwehr und Bergrettung gemeinsam nutzen können. Außerdem erhält das Gebäude einen Aufzug und wird somit barrierefrei. Hiervon profitieren künftig auch die Besucher des ebenfalls im Gerätehaus befindlichen Walsermuseums. Die Gesamtkosten für das noch bis Dezember 2016 laufende Projekt betragen rund 2,5 Millionen Euro.


Feuerwehrfans aus aller Welt können sich bis dahin weiter an den jederzeit frei einsehbaren Löschfahrzeugen und der österreichischen Feuerwehrtechnik erfreuen. Neben einem Tanklöschfahrzeug (TLFA 3000) finden sich beispielsweise ein schweres Rüstfahrzeug (SRF) sowie eine neuwertige Drehleiter mit Korb (DLK), Baujahr 2013.

gr

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