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Deutsche Jugendfeuerwehr setzt ab Herbst auf E-Learning

Deutsche Jugendfeuerwehr setzt ab Herbst auf E-Learning
So wird es ab Herbst aussehen: Statt ins Gerätehaus geht es vor den PC

Unser April-Scherz in diesem Jahr:

In diesem Jahr wird die Deutsche Jugendfeuerwehr 50 Jahre. Dies wird mit zahlreichen Aktionen, wie zum Beispiel dem Bundeszeltlager gefeiert.
Ein ganz neues Angebot wird im Herbst starten. E-Learning, also Unterricht am PC oder Laptop setzt sich immer mehr durch und auch die DJF möchte künftig diese Technik gezielt einsetzen.
„Statt in kalten Fahrzeughallen sollen die Jugendlichen künftig am heimischen PC ausgebildet werden.“ sagt die Bundesjugendleitung.
Ein spannender Ansatz. Auch wir glauben, dass dies eine große Chance ist, da die meisten Jugendlichen ohnehin viel Zeit im Internet verbringen.

Noch wird unter Hochdruck an den Inhalten gearbeitet, trotzdem durfte Nils für Lauffeuer-online exklusiv das neue Angebot schon testen:

Jede Jugendfeuerwehr kann seine Mitglieder einpflegen und verwalten. Der Betreuer bekommt per Fortschrittsanzeige angezeigt, welches Mitglied in welchem Bereich gerade arbeitet und wie der Lernfortschritt ist. Also Übungsdienst bequem von der Couch aus? Für die Betreuer und Ausbilder jedenfalls eine tolle Sache.

Und für die Jugendlichen? Auch dies teste ich:

Einloggen und Thema auswählen. Aktuell stehen UVV, Knoten und Stiche und Fahrzeugkunde zur Verfügung. Bis Herbst sollen aber weit über 50 Themen bereit stehen. Kurze Videos zeigen mir die Knoten und Stiche. Am Ende jeder Lerneinheit wird per Webcam der von mir gelegte oder gestochene Knoten aufgenommen und überprüft. Klasse Technik, die sich nicht mal von einem ausgedruckten Doppelten Ankerstich hinters Licht führen lässt.

Besonders spannend finde ich den Livechat-Button. Damit sollen Jugendliche via Teamspeak mit den Betreuern und anderen Gruppenmitgliedern sprechen können. So soll der Teamgedanke weiter getragen werden und der Jugendliche auch die Chance haben, Probleme im Einzelchat mit dem Ausbilder zu besprechen.

Für mich eine gelungene Sache. Auch die Bundesjugendleitung schwärmt: „Gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit werden so Unfälle zum Gerätehaus und auf dem Heimweg vermieden und vielleicht können wir so neue Mitglieder virtuell zu uns holen.“

Gemeinsam mit den Feuerwehr-Versicherungen wurde daher beschlossen die neue Technik von Oktober 2014 bis Ostern 2015 anstelle des klassischen Übungsdienstes einzusetzen.

Schon im Sommer sollen einige Jugendfeuerwehren die Möglichkeit bekommen, das neue System auf Herz und Nieren zu testen. Dazu können sich interessierte Jugendfeuerwehren hier bewerben:

http://www.lauffeuer-online.de/team/kontakt/ 

 

nb

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