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Deutsche Jugendfeuerwehr startet Kampagne gegen Doping

Unser Aprilscherz 2013

Deutsche Jugendfeuerwehr startet Kampagne gegen Doping
Dieses Bild wird es künftiger häufiger geben: Urinprobe bei Wettbewerben

Radsport, Olympische Spiele, Biathlon: Immer wieder werden im Profisport Dopingfälle aufgedeckt. Manche, wie im Fall des Radsportlers Lance Armstrong, erst Jahre später. Damit die Deutsche Jugendfeuerwehr sauber bleibt startet eine breite aufgestellte Anti-Doping-Kampagne. Gemeinsam mit dem 1. Antidoping-Prüfung und Regulierungs-Institut-Luxemburg (A.P.R.I.L.) wurde ein Konzept für flächendeckende Kontrollen und Mechanismen erstellt.

Doping in der Jugendfeuerwehr was bedeutet das eigentlich?

Oftmals wird über die überdurchschnittlichen Leistungen der Jugendfeuerwehren geredet. Sind diese normal oder hat dort jemand nachgeholfen? Bereits Cola und Kaffee sollen auf den Index. Vielleicht nehmen die Jugendlichen diese Stimulanzien ohne das Wissen der Betreuer. Durch die künstliche Leistungssteigerung sind langfristige gesundheitliche Schäden fast immer die Folge. Die Bundesjugendleitung berief daher eine Sondersitzung mit der A.P.R.I.L. ein und war sich schnell einig: Keine Toleranz bei Doping. „Gerade im Jugendbereich müssen wir Jugendliche und junge Erwachsene vor sich und manchmal auch vor den falschen Erwartungen ihrer Ausbilder schützen,“ soll ein Mitglied der Bundesjugendleitung während der Sitzung gesagt haben.

2.000 Kontrollen pro Jahr geplant

Neben den Bundeswettbewerben soll auch die Abnahme der Leistungsspange stichprobenartig kontrolliert werden. Mit einem führenden Deutschen Institut wurde ein Rahmenvertrag von rund 2.000 Proben jährlich vereinbart. Die Kosten dazu werden zu 50 % von Bundesmitteln finanziert. Die anderen 50 % (rund 90.000 Euro) trägt die DJF. Da diese Kosten nicht im Haushalt 2013 eingeplant waren, muss der Haushalt entsprechend umgeplant werden. Dies hat Kürzungen in verschiedenen Bereichen zur Folge, die bei der nächsten Sitzung des Jugendfeuerwehrausschusses beraten werden sollen. Die Bundesjugendleitung zeigt sich betroffen: „Ich hoffe auf das Verständnis der Jugendlichen vor Ort und bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen, innerhalb kürzester Zeit bundesweit die Gruppen durchgehend zu kontrollieren“ Unklar ist derzeit noch, wie man bei positiv getesteten Jugendlichen vorgeht. Wird nur der oder die Jugendliche für 3 Jahre für alle Wettbewerbe gesperrt oder sogar die gesamte Jugendfeuerwehr.

Bundesjugendleitung setzt auf eigene Anti-Doping-Kontrolleure

Da schon in diesem Jahr die 2.000 Kontrollen starten sollen, werden bundesweit Anti-Doping-Kontrolleure von der A.P.R.I.L. ausgebildet werden. Jedes Jugendfeuerwehrmitglied ab 16 Jahren oder Mitglied einer Feuerwehr kann diese Aufgabe übernehmen. Die Kontrolleure sollen bei den Wettbewerben die kurz vorher benannten Gruppen begleiten und eine Urinprobe abnehmen und anschließend an das Institut schicken. Dazu erhält der Kontreulleuer kostenfrei ein Tablet-PC zur Verfügung gestellt auf den via Internet die Namen der zu prüfenden Personen geschickt werden.

Bundesweit sollen im April und Mai in jedem Bundesland insgesamt zwei solcher Schulungen durch die A.P.R.I.L. durchgeführt werden.
Wenn Du Dich dafür interessierst, kannst Du Dich schon jetzt unter redaktion(at)lauffeuer-online.de vormerken lassen. Du erhältst dann per E-Mail weitere Unterlagen und die genauen Schulungstermine.
Solltest Du selbst von Dopingfällen wissen oder Betroffener sein, kannst Du ebenfalls an die oben genannte E-Mail schreiben.
Jugendfeuerwehren, die sich bis zum 01.05.2013 selbst anzeigen, sollen lediglich für 2013 von Wettbewerben ausgeschlossen werden. „Wir möchten in Stadthagen einen sauberen Bundeswettbewerb. Daher wird dort jede teilnehmende Mannschaft mit einer Probe rechnen müssen“ so die Bundesjugendleitung.

 

Text: nb
Foto: jf 

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