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Mach Dir ein eigenes Bild

Auch Jugendfeuerwehren können sich an der Erstellung von Foto-Storys versuchen

Mach Dir ein eigenes Bild

Jeder kennt sie, die meisten lieben sie: Die Foto-Story in der Jugendzeitschrift. Warum solltest Du nicht einmal selbst eine solche Bildergeschichte mit Deiner Jugendfeuerwehr erfinden und umsetzen? Wenn sie gut ist, drucken wir sie gerne im Lauffeuer ab. Wir brauchen nur Deinen Hinweis.

Die Jugendlichen haben allemal etwas davon: Sie können in andere Rollen schlüpfen und Körpersprache verstehen lernen, ohne sich gleich wie bei einem Theaterstück vor Publikum zu sehr schauspielerisch verbiegen zu müssen. Außerdem sind natürlich das Erstellen einer Foto-(Love-)Story, die Arbeit mit und das Posieren vor der Digitalkamera viel cooler als angestaubtes Theater.

Der Zeitaufwand für das Erstellen der Geschichte ist je nach Handlung und Übung mit ca. einem Tag jedoch nicht zu unterschätzen. Schließlich muss man zwischen dem Fotografieren immer erst noch die Szenen mit Requisiten etc. zusammen stellen.

Am einfachsten gelingt die Arbeit, wenn man den Jugendlichen zumindest eine grobe Handlung vorgibt. Dabei sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Jedoch ist es am schönsten, wenn die Handlung irgendetwas mit Jugendfeuerwehr zu tun hat. Anschließend legen alle gemeinsam die einzelnen Szenen fest. In der Regel sollte man nicht mehr als 40 Fotos einplanen, auch wenn die Foto-Storys bei BRAVO, Yam & Co. mit jeweils rund 70 Aufnahmen sehr viel umfangreicher sind. Bei den Zeitschriften handelt sich nämlich meist um Portraitfotos, auf denen wenig Umgebung, aber jeweils viel Gesicht zu sehen ist.

Nachdem die Bilder grob vorab entworfen und durchgesprochen sind, beginnt die Realisierungsphase. Bild für Bild muss in aller Ruhe zusammengestellt und abfotografiert werden. In der Regel wird dazu mehr als ein Versuch erforderlich sein. Die Darsteller müssen mitunter große Geduld und Durchhaltekraft beweisen, die schnell mal ausgereizt sein kann. Also: Pausen nicht vergessen! Denn die Arbeit am „Foto- Set" ist viel anstrengender, als es zunächst den Anschein hat. Auch der Fotograf ist permanent gefordert. Sein Blickwinkel entscheidet mindestens genauso sehr über die Qualität der Geschichte wie die Schauspielkunst der Darsteller und der Aufbau der Szene.

Hier noch ein paar Tipps:

Weniger ist mehr.

Die Fotos dürfen nicht zu unübersichtlich oder vollgepackt sein. Jedes muss für den Betrachter auf den ersten Blick die gewollte Aussage erkennen lassen. Es ist sinnlos, sich lange Gedanken über Kleinigkeiten an der Zimmerwand etc. zu machen. Dem Betrachter werden sie auf dem kleinen Foto sowieso nicht ins Auge springen. Stattdessen muss man mit der Kamera so nah wie möglich an der Szene/ den Personen zu sein. Merksatz: Was nicht entscheidend ist, hat auch nichts auf dem Bild zu suchen!

 

Unterschiede und Inhalte müssen ins Auge springen.

Der Betrachter sieht sich ein einzelnes Bild nur kurz an. Daher müssen Handlung und Inhalt gut erkennbar sein. Die Darsteller müssen möglichst unterschiedlich angezogen sein und verschieden aussehen. Außerdem sind auf den ersten Blick unnatürliche, da übertriebene Gesten gefragt (vgl. z.B. die Unterhaltung von Christian und Kevin auf dem Basketballplatz oder das Bild, auf dem Dustin Marleen und Christian alles erzählt). Die Darsteller der vorliegenden Foto- Story waren sehr professionell, obwohl keiner von ihnen schon einmal bei einem solchen Projekt mitgewirkt hatte. Dieses Glück hat man sicher nicht immer.

 

Der Rahmen muss stimmen.

Die Story sollte am besten dort aufgenommen werden, wo sie auch spielt. Es wäre ein unendlicher Aufwand, vorher noch Schlafräume wie in einer Jugendherberge zusammen zu stellen o.ä. Außerdem ist es für die schauspielerisch in der Regel ungeübten Jugendlichen einfacher, sich vor Ort und in gewohnter Umgebung in ihre Rolle einzufinden - insbesondere, wenn sie sich dabei nicht zu weit von sich selbst entfernen müssen.

 

Fotografieren ist nicht leicht - Teil 1.

Die Foto- Story lebt von den Fähigkeiten des Fotografen. Man sollte sich nicht an Nachtaufnahmen etc. heranwagen, wenn man diese nicht beherrscht. Auch Innenaufnahmen sind problematisch, wenn sie einen Blitz erfordern; denn die meisten Digitalkameras haben nach wie vor eine schlechte Qualität bei Blitzaufnahmen. Die Geschichte spielt daher am besten draußen bei Tag.

 

Fotografieren ist nicht leicht - Teil 2.

Der Fotograf muss auch mal unübliche Perspektiven wählen, weil die Fotos sonst langweilig werden. Vor allem gilt es den Fehler zu vermeiden, zu weit von den Gesichtern/ Personen weg zu sein. Es gehört nichts aufs Bild, was keine Aussage in sich trägt! Man sollte auch gut mit Vorder- und Hintergrund oder Mittelpunkt und Rand arbeiten.

Man sollte auch mal mit unterschiedlichen Perspektiven arbeiten. Vorder- und Hintergrund sind wichtig.

 

Nicht zu viel Mühe mit Requisiten.

Requisiten sind wichtig, werden aber vom Betrachter nur wenig beachtet. Die Personen zählen! Daher dürfte es z.B. kaum auffallen, dass Reisetaschen gar nicht gefüllt sind etc. Die Energie kann man besser in die Komposition der Bilder stecken. Für die Requisiten ist entscheidend, dass sie, soweit nötig, ins Auge springen.

 

jh

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