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Wärmebildkameras bei der Feuerwehr

Die Wärmebildkameras der neuesten Generation messen Temperaturen zwischen minus 50 und plus 1.000 Grad Celsius

Wärmebildkameras bei der Feuerwehr

Für viele Feuerwehren ist sie mittlerweile ein selbstverständlicher Teil der Ausrüstung, für andere Feuerwehren ist sie einfach nur ein exotisches aber geniales Gimmick zur Brandbekämpfung - die Wärmebildkamera.

Die Vorgänger der heutigen Geräte wurden jedoch ursprünglich für das US-Militär zum Aufspüren von feindlichen Soldaten im Korea-Krieg entwickelt. Das Zauberwort heißt Thermografie, wie das Verfahren, mit einer Wärmebildkamera ein Bild zu erzeugen, bezeichnet wird. Die für unser Auge unsichtbare Wärmestrahlung kann mit Hilfe einer solchen Kamera sichtbar gemacht und in Farbe dargestellt werden.

Bei der Feuerwehr werden die Wärmebildkameras heute überwiegend zum Suchen von Glutnestern, etwa nach einem Brand in einer Wohnung oder einer Werkstatt, eingesetzt. Man kann aber auch in der Dunkelheit nach vermissten Personen suchen, da jedes Lebewesen eine gewisse Wärme abstrahlt. So konnten schon viele Menschen aufgefunden und gerettet werden.

Durch Forschung und Neuentwicklungen in den letzten Jahren sind die Preise für die ursprüngliche Technik stark zurückgegangen. Die ersten Geräte waren allerdings sehr groß und schwer und hatten nur einen kleinen Monitor mit Schwarz-Weiß-Darstellung. Die modernen Kameras sind wesentlich kleiner und handlicher, haben ein Farbdisplay und kosten zwischen 1.500 und 20.000 Euro.

Aufgrund der deutlich gesunkenen Preise hat die Verbreitung der Wärmebildkameras in Deutschland stark zugenommen. Auch gibt es heute so genannte Laser-Pyrometer, das sind kleine Geräte, die mit einem Laserstrahl die Temperatur auch aus einigen Metern Entfernung auf einem Zahlendisplay darstellen. Diese Geräte gibt es schon für unter 100 Euro zu kaufen, sie sind also auch für kleinere Feuerwehren leistbar.

Die Wärmebildkameras der neuesten Generation messen Temperaturen zwischen minus 50 und plus 1.000 Grad Celsius, haben leistungsfähige Akkus und können mittlerweile ihre Daten auch in Echtzeit an einen großen Bildschirm in den Einsatzleitwagen senden.

 

gr

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