"Welt fair ändern" - spannende Woche bei der THW-Jugendakademie 2016

Die "JA2016" drehte sich um Geflüchtete, Globalisierung und Kinderrechte

"Welt fair ändern" - spannende Woche bei der THW-Jugendakademie 2016
Praktische Übungen der THW-Junghelfer bei der Jugendakademie 2016. Foto: Marcel Edelmann

Jedes Jahr steigt die THW-Jugendakademie, kurz JA! genannt, im Frühjahr in der Bundesschule des Technischen Hilfswerkes in Neuhausen auf den Fildern (BW) bei Stuttgart. Das Motto der JA!2016 lautete "Welt fair ändern".

Mit dabei waren die beiden Junghelfer Kai Kirchhoff aus Nettetal (nordöstlich von Mönchengladbach) und Léon Drees aus Ostbevern bei Münster - sowie 41 Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland.

Austausch und Training mit jungen Geflüchteten


Zum Auftakt hatten die Organisatoren 50 minderjährige Flüchtlinge aus der Umgebung von Neuhausen zu einem Aktionstag eingeladen. Die jungen Geflüchteten und die THW-Jugendlichen verstanden sich auf Anhieb - trotz kleiner Sprachbarrieren. Die Nachwuchskräfte bildetete die Migranten an Geräten aus. Sie bauten einen kurzen Steg mit Rampen, stellten die Grundlagen der Ersten Hilfe vor und demonstrierten das Einbinden von Personen in eine Krankentrage sowie den Umgang mit dem hydraulischen Spreizer bei einem Geschicklichkeitsspiel.

"Die technische Ausbildung mit den Flüchtlingen war klasse", freut sich der 17-jährige Kai. "Wir hatten auch den Eindruck, dass es ihnen super gefallen hat."

Später tauschten sich die THW-Jugendlichen mit den minderjährigen Flüchtlingen über deren Zukunftsvorstellungen, über Hobbys und Kommunikation sowie ihren Alltag aus. Großen Spaß brachte allen der Hindernisparcour, den die Jugendlichen in gemischten Teams bewältigen mussten.

In den folgenden Tagen vertieften die Junghelfer die Erfahrungen des Aktionstags in vier Seminaren. Die Themen:

  • Fair urteilen - Vorurteile abbauen, Vertrauen aufbauen,
  • Fair teilen - Fair ändert Globalisierung die Welt?,
  • Fair handeln - Kinderrechte fair verteilt?,
  • Fair trauen - Methoden der Vertrauensförderung.

In Workshops bauten die Nachwuchskräfte zudem zwei Handy-Ladestationen zusammen, die in Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge in München zum Einsatz kommen werden, errichteten als Planspiel ein Flüchtlingscamp und lernten Methoden zur Selbstbehauptung.

"Wir haben in einer kleinen Gruppe auch über die Kinderrechte diskutiert und dann für den Bundesjugendvorstand Vorschläge erarbeitet, wie Kinderrechte auch in der THW-Jugend eine noch stärkere Rolle spielen", erklärt Léon Drees.

Kais Fazit: "Es war eine richtig tolle Jugendakademie. Ich fand es klasse, dass sich viele von uns THW-Leuten vorher nicht kannten, wir trotzdem sofort großen Spaß hatten - und uns schnell 'fairtrauen' konnten."

cp

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