Der neue Bundesjugendsprecher: Leon im Interview

Leon Pleuger aus Nordrhein-Westfalen wurde vom Bundesjugendforum zum neuen Sprecher gewählt

Der neue Bundesjugendsprecher: Leon im Interview
Leon ist seit fast 7 Jahren in der Jugendfeuerwehr. Foto: Privat

Nach 4,5 Jahren wurde Moritz Salomon als Bundesjugendsprecher verabschiedet. Sein Nachfolger ist Leon Pleuger (17). Der 17-Jährige bildet nun das Trio der Bundesjugendsprecher mit Jasmin Wrede und Lukas Janisch.

Lauffeuer-Online (LFO): Hey Leon, herzlichen Glückwunsch zu Deiner Wahl.

Leon: Danke! Ich muss das selbst noch realisieren. Ich bin zum ersten Mal beim Bundesjugendforum gewesen und hatte mich relativ kurzfristig erst mit den anstehenden Wahlen beschäftigt. Natürlich hatte ich schon vorher viel auf Landesebene mit meinem Vorgänger Moritz Salomon zu tun, den ich ja quasi jetzt beerbe.

LFO: Aber Du hast ja schon einige Erfahrungen in der Jugendfeuerwehr gesammelt?

Leon: Ja. Ich bin mit 11 Jahren in die Jugendfeuerwehr in meiner Heimatstadt Heiden eingetreten. Habe mich auf frühzeitig im Jugendforum engagiert. Ich war zuerst Gemeinde-Jugendsprecher, dann stellvertretender Kreis-Jugendsprecher, bin seit Anfang 2016 Landesjugendsprecher und jetzt Bundesjugendsprecher. So habe ich "jede Stufe" genommen. Was am Jugendforum und den Sprecher-Positionen sehr schön zu erleben ist, dass man das Vertrauen von vielen Jugendlichen bekommt.

LFO: Was waren bislang Deine schönsten Erlebnisse in der JF?

Leon: Meine schönsten Erlebnisse in der Jugendfeuerwehr? Da muss ich überlegen ... kann ich so konkret gar nicht nennen. Dafür gab es und gibt einfach zu viele coole Aktionen. Besonders viel Spaß machen mir natürlich Ausflüge und Zeltlager. Die bleiben in Erinnerung.

LFO: Nochmal zurück zur Wahl. Wie hast Du Dich vorgestellt und was denkst Du hat Deinen Wahlerfolg ausgemacht?

Leon: Wir haben zunächst am Vorabend mit den aktuellen Sprechern zusammengesessen und uns über die Aufgaben ausgetauscht. Das fand ich sehr hilfreich. Zur Wahl durfte sich jeder Kandidat eine Minute lang vorstellen - das war nicht viel. Aber so mussten wir schnell auf den Punkt bringen, was wir vorhaben. Es ist schwer, selbst zu sagen, warum man gewählt wurde. Aber ich glaube, es ist gut angekommen, dass ich klare Ideen genannt habe und mich nicht verstellt habe.

LFO: Was hast Du denn als Deine Ziele genannt?

Leon: Über allem steht, dass ich möglichst alle Jugendlichen vertreten und den Kids an der Basis eine Stimme geben möchte. Und konkret möchte ich die Anerkennungskultur für engagierte Jugendliche in den Jugendfeuerwehren stärken. Durch Wertschätzung können wir sie motivieren, sich noch mehr zu engagieren. Ich finde es klasse, dass Mitbestimmung im Verband praktiziert wird und dass der neue Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Hartmut Ziebs auch immer wieder deutlich macht, wie wichtig ihm die JF ist. Man sollte Jugendlichen noch mehr Mut machen und zeigen, dass ein Engagement und Mitwirken im Verband möglich und sogar erwünscht ist.

LFO: Leon, was geht bei Dir in der Freizeit, wenn Du nicht gerade für die Feuerwehr unterwegs bist?

Leon: Dann bin ich auch so gerne unterwegs. Ich fahre ich viel Motorrad und unternehme was mit meinen Freunden. Aber ich gewinne auch gerne beim FIFA-Spiel gegen einen meiner zwei älteren Brüder.

LFO: Gehst Du noch zur Schule und was möchtest Du später beruflich machen?

Leon: Zur Zeit mache ich ein Elektrotechnik-Fachabitur, also gehe ich noch zur Schule. Später möchte ich eigentlich gerne zur Berufsfeuerwehr. Da ich mich für wirklich viele unterschiedliche Sachen interessiere, mag ich mich noch nicht zu 100 Prozent festlegen.

ah & cp


Die drei Bundesjugendsprecher: Leon Pleuger, Jasmin Wrede und Lukas Janisch. Foto: Jacobs / DJF

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