Nepal und das Erdbeben - Wie geht es weiter?

Wie verarbeiten die Jugendlichen das Erdbeben in Nepal?

Nepal und das Erdbeben - Wie geht es weiter?
Milena hat die Jugendlichen interviewt, wie sie das Erdbeben erlebt haben

In allen Medien wird über die Lage nach dem Erdbeben in Nepal berichtet. Viele Rettungsteams, auch aus Deutschland, sind vor Ort im Einsatz. Unsere Lauffeuer-Redakteurin Milena Rabe macht seit drei Wochen ein Praktikum als Englischlehrerin an der Navodaya-School in Nepal. Das Erdbeben vor einer Woche bekamen sie und die Schüler in aller Heftigkeit mit. Zum Glück wurde im flachen Terai aber niemand verletzt. Allein die Hütten der Familien der Kinder, Angehörige der armen Volksgruppe Chepang, wurden größtenteils zerstört. Daher hat sich Milena entschieden ihre Arbeit vor Ort weiter zu führen und den Jugendlichen und deren Familien zu helfen. Nach einer Woche "Katastrophen-Ferien" erzählen uns Schüler exklusiv über ihre momentane Lage:


Subash, 17, (rechts): „Ich bin sehr froh, dass nicht mehr passiert ist, hier in der Schule also keiner verletzt wurde!“

Sukbhadur, 14 (mitte) ist hier im sicheren Bereich der Schule relativ gelassen und das obwohl sein Haus zerstört wurde und er Angst vor einem weiteren Beben hat.

Rajkumar, 14 (links): „Bis die Schule wieder anfängt (voraussichtlich am Sonntag, 2. Mai, Anmerkung der Redaktion) arbeite ich mit meinen Freunden in den Feldern der Schule.“ Auch die Hütte seiner Eltern wurde zerstört.

 


Bijay, 13, steht im telefonischen Kontakt mit seiner Familie, die ebenfalls den Verlust der Unterkunft verkraften muss. Ein möglicherweise drohendes neues Beben macht ihm Angst.

 


Abit, 16: „Unser Haus wurde glücklicherweise nicht zerstört. Aber ich mache mir Sorgen um meine zwei jüngeren Brüder in den Bergen.“

 


Reenu Maria, 23, aus Indien, macht zurzeit ein einmonatiges Praktikum in der Schule. Sie studiert Soziale Arbeit und sagt: „Ich habe wirklich Angst – kein Zweifel! Es wackelt ja immer wieder und man fragt sich, wann kommt das nächste Beben? Aber ich habe die Entscheidung getroffen, hierzubleiben, um meine persönlichen Grenzen zu erweitern!“

 


Purnamaya, 15: „Auch ich habe Angst um meine Familie und meine drei Brüder. Aber unser Haus ist ok!“

 


Monita, 14: „Ich bin immer noch ängstlich wegen des Erdbebens. Jeden Tag schaue ich die Nachrichten im TV und informiere mich über die Situation in Nepal.“

 


Pipala, 14: „Ich bin froh, wenn der Alltag und die Schule wieder losgehen!“

 

  • Wer den Chepang, die zu den Ärmsten der Armen in Nepal gehören, dabei helfen will, ihre Häuser wieder aufzubauen, kann sich sehr gerne direkt bei Milena melden (milena at lauffeuer-online.de). Sie betont, dass auch kleine Beträge hier Großes leisten können!

 

mr / nb

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