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Demonstranten greifen Feuerwehr an

Schwere Ausschreitungen beim NATO-Gipfel: Feuerwehr löscht unter Polizeischutz

Die Bilder von randalierenden Demonstranten und brennenden Gebäuden beim NATO-Jubiläumsgipfel im französischen Straßburg gingen um die Welt. Was jedoch kaum jemand mitbekommen hat, sind die Angriffe auf deutsche und französische Feuerwehrleute, die während der Ausschreitungen im Einsatz waren.

 

 

 

Während in den deutschen Tagungsorten Baden Baden und Kehl tausende Aktivisten weitgehend friedlich gegen das Verteidigungsbündnis demonstrierten, eskalierten die Proteste am Samstag, den 4. April 2009, in mehreren Vierteln der französischen Metropole Straßburg und erste Barrikaden und Gebäude wurden in Brand gesteckt.

 

Anfangs hatte es Gerüchte gegeben, die Feuerwehr habe sich einfach zurückgezogen und ein Hotelgebäude absichtlich ausbrennen lassen, was nun vom Bürgermeister der Stadt Kehl und dem Einsatzleiter der deutschen Hilfskräfte widerlegt wurde. Mehrere Löschfahrzeuge hätten sich vom Einsatzort zurückziehen müssen, nachdem sie von Demonstranten attackiert worden seien. Es habe Gefahr für die Gesundheit der deutschen und französischen Feuerwehrleute bestanden, weshalb der Einsatz abgebrochen werden musste.

Zwischenzeitlich mussten einige französische Feuerwehrleute sogar mit einem Löschboot über den Rhein ans sichere deutsche Ufer evakuiert werden. Geschützt durch ein massives Polizeiaufgebot kehrten die Rettungskräfte schließlich wieder zu den brennenden Gebäuden zurück und setzten die Löscharbeiten fort. Neben der Feuerwehr der Stadt Kehl war auch die Feuerwehr Freiburg zur Unterstützung ihrer Straßburger Kameraden im Einsatz.

 

Quellen: Südwestrundfunk, Badische Zeitung

 

 

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