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Rudy Cruz ist der zweite neugewählte Bundesjugendsprecher

Ihn stellen wir dir heute vor

Rudy Cruz ist der zweite neugewählte Bundesjugendsprecher
Rudy möchte Kummerkasten und Verstärker für Kinder und Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren sein

Nach dem in Kassel nun zwei neue Bundesjugendsprecehr gewählt wurden ist das Trio komplett. Wir stellen Dir Leon Pleuger, Florian Feldhahn und Rudy Cruz vor.

LFO: Hallo Rudy, auch Dir herzlichen Glückwunsch zu Deiner Wahl. Stell Dich doch einfah mla selbst vor.

Ich heiße Rudy, bin 19 Jahre alt und komme gebürtig aus Mexiko City, wohne aber seit meinem 5. Lebensjahr in Deutschland und seit ich 10 Jahre alt bin in Rheinland-Pfalz. Meine Heimatwehr ist die Feuerwehr Speyer in der Vorderpfalz. 

LFO: Was sollten die Leute über Dich wissen?

Hm… dass ich zum einem sehr nervig sein kann, auch und erst recht wenn es darum geht den Jugendlichen durch mich Gehör zu verschaffen und dass ich mich auch durchbeißen kann, wenn es darum geht, Ziele zu verfolgen und zu erreichen. Außerdem, dass ich für die Arbeit der JF und der FF brenne. 

LFO: Wie geht es Dir nach der Wahl?

Ich bin immer noch total baff und überwältigt, dass ich mit so einem hohen Ergebnis das Vertrauen ausgesprochen bekommen habe.

Gleichzeitig bin ich stolz und dankbar, für das Vertrauen des BuJuFo, und für all Diejenigen, die mich seit Beginn meiner Zeit/Arbeit in der JF/FF unterstützt, gefördert aber auch gefordert haben. Aber etwas Respekt vor der neuen Aufgabe schwingt ehrlich gesagt auch mit.

LFO: Wie lange bist Du schon in der Jugendfeuerwehr aktiv?

Aktiv in der Jugendfeuerwehr bin ich seit 2008, mit 12 Jahren, bin ich dann als erster Jugendsprecher überhaupt der Stadt, in das Landesjugendforum von Rheinland-Pfalz gekommen. Seit diesem Zeitpunkt gehöre ich dem Landes JuFo auch ununterbrochen an. Seit 2016 habe ich nun auch die Ehre den Jugendlichen als Landesjugendsprecher mit Sitz im Vorstand als Sprachrohr, Kummerkasten und Verstärker dienen zu können. 

LFO: Was war Dein schönstes Jugendfeuerwehr-Erlebnis bisher?

Hmm…Das ist eine schwierige Frage, aber ich erinnere mich gerne an Zeltlager und alle Gruppenstunden zurück, genauso wie an die Kids und Betreuer die ich kennenlernen durfte. Ich würde sogar meinen, dass jedes Erlebnis, das mit der Jugendfeuerwehr zu tun hat, mein Leben bereichert hat und ich jede einzelne Sekunde meines JF und FF Lebens nicht missen möchte. Jetzt fällt mir aber doch etwas ein, und zwar ist es immer ein schönes Erlebnis, wenn mein JuFo mir zurückmeldet, dass ich meine Arbeit gut mache, dass wir an den richtigen Dingen arbeiten, wir über die richtigen und wichtigen Dinge sprechen und vor allem dann, wenn sie sagen, dass sie das Gefühl haben, ein Gewicht zu haben, einen nicht unerheblichen Teil zur Arbeit der Jugendfeuerwehr beitragen zu können.  

LFO: Welche Aufgaben hast Du als Bundesjugendsprecher eigentlich?

Jedes JuFo in Deutschland ist ein Gremium, dass zur Wahrung der Interessen und zur Problemlösung der Kinder und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr unerlässlich ist. Da ich schon als Landesjugendsprecher kennenlernen durfte, wie es ist, einem großen JuFo und somit den Kindern und Jugendlichen einen Kummerkasten und einen Verstärker zu geben, der sich überall für sie einsetzt und die Erwachsenen in ihrem Auftrag nervt, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mir vorgenommen genau dies für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in Deutschland zu tun, sei es im DJFA, auf einer Delegiertenversammlung, in Leitungsgremien, bei Außenterminen oder bei sonst irgendwelchen Gelegenheiten. Dadurch will ich zusammen mit den Jugendlichen in den Jugendforen, ihren Sprechern und den Bundesjugendsprechern von unten nach oben, die Jugendfeuerwehr weiter nach vorne bringen und nach den Bedürfnissenn und Wünschen der Mitglieder mitgestalten. Das ist mein Wunsch und Ziel für die kommende Amtszeit. 

LFO: Ich habe gehört, dass Du studierst. Was genau und was willst Du dann später mal machen?

Ich studiere Jura im 2. Semester. Recht ist eine sehr spannende Sache, vor allem, weil sie einem sehr oft im Alltag über den Weg läuft, wenn auch sehr unbewusst. Ich habe z.B. schon die merkwürdige Angewohnheit, jedes Mal wenn ich auch nur irgendeine kleine Verbindung zu Jura finde, gleich darauf einzusteigen, sei es beim Einkaufen oder auch im Freundeskreis. Zudem kann ich an meiner Uni internationale Rechtsstudien belegen, d.h. fremde Rechtssysteme studieren. Da Spanisch meine Muttersprache und das Internationale sowieso sehr interessant ist, studiere ich das noch dazu. Später könnte ich mir durchaus vorstellen, das Ganze auch noch auf Englisch zu machen, wobei sich die Exoten, wie China oder Japan z.B. auch sehr interessant anhören. Ich würde später gerne in den Staatsdienst und am liebsten mit Internationalem Bezug arbeiten, um auch mal was von der Welt zu sehen.

LFO: Was machst Du außerhalb der Feuerwehr gern?

Ich schwimme seit ich 5 Jahre alt bin – jetzt auch bei und für die Uni. Das ganze mag ich, weil es für mich einen schönen Kontrast zum Alltag und zur manchmal doch sehr stressigen Feuerwehrarbeit ist. Im Wasser kann ich so richtig abschalten und fühle mich frei, während ich meine Bahnen ziehe. Außerdem hält es den ganzen Körper fit, wie keine andere Sportart, das ist sehr hilfreich für die Feuerwehr. Ansonsten laufe ich gerne und verbringe gerne Zeit mit meinen Freunden. 

LFO: Hast Du ein Lebensmotto?

Oh ja, das habe ich: „You cannot put a limit on anything. The more you dream, the farther you get. Anybody can do anything that they set their mind to.” - Michael Phelps.

Diese Sätze, von diesem Mann, sind für mich der Innbegriff von dem Streben nach allem, egal wie anstrengend, zehrend und nervenaufreibend es sein kann, erst recht wenn man dem scheinbar unmöglichen und der Skepsis anderer versucht zu trotzen. Dass man, desto weiter man träumt, man auch desto weiter kommt. Und dass jeder alles erreichen kann, dem er sich verschrieben hat.  

nb & ah

Bilder: privat

Rudy war vorher schon im Landesjugendforum Rheinland-Pfalz aktiv
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