Junges Leben
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Seit 39 Jahren im Einsatz für das Leben

Arbeit und Geschichte der Björn Steiger Stiftung

Seit 39 Jahren im Einsatz für das Leben

Lauffeuer-Online stellt Dir an dieser Stelle mit der Björn Steiger Stiftung eine Organisation vor, die sich in den vergangenen Jahrzehnten um die Einführung des bundesweiten Rettungsdienstes verdient gemacht hat. Dem Ganzen gingen jedoch ein tragischer Unglücksfall und große Anstrengungen voraus, wie ein Blick in die spannende Geschichte der Stiftung zeigt. Sie beginnt mit einem kleinen Jungen, der heute über 50 Jahre alt sein könnte, aber sein Leben nie hat leben dürfen.

 

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Dr. Siegfried Steiger

Am 3. Mai 1969 wird der kleine Björn Steiger auf dem Heimweg vom Schwimmbad von einem Auto erfasst. Trotz eines sofort abgesetzten Notrufs dauert es über eine Stunde, bis endlich ein Rettungswagen am Unfallort eintrifft. Für den Jungen kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt jedoch nicht wegen seiner Verletzungen, sondern am erlittenen Schock, dem man leicht hätte begegnen können.

 

Eine Woche nach dem Unfall setzt sich die Frau des damaligen Bundespräsidenten mit der Familie des verunglückten Jungen in Verbindung und spricht den Angehörigen ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung aus.

 

Am 7. Juli 1969 gründen Björns Eltern Ute und Siegfried Steiger zusammen mit Freunden der Familie die Björn Steiger Stiftung. Ihr großes Ziel war es, in ganz Deutschland die Hilfe bei Notfällen besser zu organisieren.

 

Am 7. November 1969 erhält das Rote Kreuz von der Stiftung zum ersten Mal ein Funkgerät für einen Krankenwagen. Heute für uns unvorstellbar, hatten damals zwar Taxis solche Geräte, nicht aber der Rettungsdienst! Es folgen ein 15-Punkte-Programm für den flächendeckenden Aufbau eines Rettungsdienstes für Deutschland und erste Gespräche von Experten.

 

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Notrufsäule an einer Straße

 Am 7. Juli 1971 werden an den Bundesstraßen die ersten Notruftelefone aufgestellt. Als erste Stadt in Deutschland richtet Stuttgart einen 24 Stunden-Notarztdienst ein.

 

Im Jahr 1972 lässt die Familie Steiger ihr Wohnhaus verpfänden. Aus dem Erlös zusammen mit den Erlösen aus einer Benefizschallplatte kauft die Stiftung den Rettungshubschrauber Christoph 2. Da der Bundesregierung das nötige Geld für eine flächendeckende Luftrettung fehlt, gründet die Björn Steiger Stiftung die erste zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland: die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF).

 

Am 20. September 1973 wird nach langer Lobby-Arbeit durch die Stiftung bundesweit die Einführung der zentralen Notrufnummer 110/112 beschlossen. Nur ein Jahr später wird der erste Baby-Notarztwagen entwickelt. Im Jahr 1979 hat die Stiftung das erste Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) entwickelt, um die Zeitverzögerungen zu verhindern, welche entstehen, wenn der Notarzt erst aus einem Krankenhaus abgeholt werden muss.

 

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Disponent in einer Leitstelle

1982 wird zum ersten Mal ein Fahrzeug zum schnellen und schonenden Transport von Organen getestet.

 

Im Jahr 1996 wird das von Satelliten gesteuerte Einsatz-Optimierungs-Steuerungssystem (EOS) eingeführt. Damit können alle an der Rettung beteiligten Personen zu jeder Tageszeit in ganz Deutschland miteinander kommunizieren.

 

2001 wird die Initiative „Kampf dem Herztod" erfolgreich gestartet und Schulungen mit sog. automatisierten externen Defibrillatoren (AED-Geräte) starten. Nach einer Studie zwei Jahre später zeigt sich, dass Innerhalb eines Jahres 184 Menschenleben durch den Einsatz dieser Geräte gerettet werden konnten.

 

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Rettungsassistenten im Einsatz

Im Jahr 2005 wird dann der „LifeService M-AID" angeboten, ein Erste-Hilfe-Lexikon, welches auf das Handy geladen werden kann.

 

 

Am 9. März 2006 schließlich wird ein kostenloses System für Mobiltelefone angeboten, mit dem ein Verunglückter geortet und so schneller gefunden werden kann.

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