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Studie: kein "Ost-West-Denken" mehr unter deutschen Jugendlichen

20 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung

Studie: kein "Ost-West-Denken" mehr unter deutschen Jugendlichen

Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat an diesem Wochenende das Ergebnis einer aktuelle Studie bezüglich der Einstellung Jugendlicher in der Bundesrepublik zur deutschen Einheit bekanntgegeben.

 

Jeder kennt die ergreifenden Bilder von jubelnden und vor Freude weinenden Menschen nach dem Fall der Mauer in Berlin, die am 9. November 1989 um die Welt gingen. Der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt prägte am Tag danach die berühmten Worte: "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört". 

In den folgenden 20 Jahren gab und gibt es aber noch immer Vorurteile zwischen den Bürgern in den so genannten alten und neuen Bundesländern, die meistens nicht viel mit der Realität zu tun haben. Umso spannender ist es nun, zu erfahren, wie eigentlich die junge Generation im vereinten Deutschland über das Thema denkt. Gibt es auch heute noch eine Unterteilung in "Ossis" und "Wessis"? Ist die Wiedervereinigung gut oder doch eher schlecht zu bewerten?

Für die vorliegende repräsentative Studie wurden bundesweit 1.400 Frauen und Männer ab 14 Jahren befragt, ob sie sich als Deutsche bzw. als Ost- oder Westdeutsche fühlen und was sie von der Deutschen Einheit halten.

  • Rund 80 Prozent der 14- bis 19-Jährigen fühlen sich als Deutsche, nur etwa 11 Prozent fühlen sich als Ost- bzw. Westdeutsche. 

Zum Vergleich: bei den 40- bis 49-Jährigen fühlen sich nur 59 Prozent als Deutsche und mehr als jeder Dritte (36 Prozent) ordnet sich der Gruppe Ost- oder Westdeutscher zu.

  • Etwa die Hälfte der deutschen Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, nämlich 49 Prozent, sieht die Einheit in einem positiven Licht. Beinahe genau so viele (47 Prozent) haben eine neutrale Einstellung und eine Minderheit von 4 Prozent kann der Deutschen Einheit nichts Positives abgewinnen.

Zum Vergleich: unter den 50- bis 59-Jährigen sehen gerade einmal 35 Prozent die Wiedervereinigung in einem positiven Licht und immerhin jeder Fünfte (21 Prozent) empfindet sie als negativ.

 

gr

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