Am 5. Februar ist der "Safer Internet Day"

Wir geben Dir ein paar Tipps, wie Du sicher im Netz unterwegs bist

Am 5. Februar ist der "Safer Internet Day"

Wer von Euch kennt das nicht: Ein Passwort für das E-Mail-Postfach, eines für den Online-Shop, eines für das Soziale Netzwerk. Wer viele Internetdienste nutzt, benötigt eigentlich auch viele Passwörter. Das verleitet aber viele oft dazu, ein Passwort gleich für mehrere Angebote zu verwenden. Das belegt aktuell eine aktuelle Umfrage des Forschungsunternehmens TNS Emnid im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). So vergeben über die Hälfte der befragten Internetnutzer nicht für jeden Online-Dienst ein eigenes Passwort.

Passend zum zehnjährigen Bestehen des "Safer Internet Days" informieren daher die Polizei und das BSI, was bei der Passwortwahl beachtet werden sollte.„Viele Menschen sind zu nachlässig bei der Wahl ihrer Passwörter, ob für den heimischen Rechner, den E-Mail-Account oder für das Profil im Sozialen Netzwerk. Damit machen sie es den Kriminellen leicht, an ihre Daten zu kommen und schlimmstenfalls in ihrem Namen Straftaten zu verüben", sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Besonders leichtes Spiel haben Täter bei Passwörtern, die ausschließlich Begriffe aus Wörterbüchern enthalten. „In wenigen Augenblicken können sie anhand von speziellen Geräten, die von Aal bis Zwetschge alle Begriffe als Passwort ausprobieren, beispielsweise ein E-Mail-Postfach knacken. Damit sind ihnen oft Tür und Tor für andere Straftaten geöffnet." Wird das gleiche Passwort dann auch für die Konten von Online-Shops verwendet, gehen Betrüger dort auf Kosten des Opfers auf Einkaufstour. „Deswegen ist es wichtig, für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter zu haben, um sich vor Internetkriminalität schützen zu können", sagt Hammann.

Hier ein paar Tipps für den sicheren Umgang mit Passwörtern:

  • Ein starkes Passwort besteht aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen. Aber das alleine reicht noch nicht ganz aus. Denn wer sein Passwort auch noch alle drei Monate ändert, der macht es Internet-Kriminellen erst recht schwer

  • Verwende nie dasselbe Passwort für mehrere Anwendungen und ändere das Passwort regelmäßig

  • Wähle ein Passwort, das mindestens acht Zeichen lang ist. Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen bestehen und auf den ersten Blick sinnlos zusammengesetzt sein. (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren wie beispielsweise WPA und WPA2 für WLAN sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein.)

  • Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten usw. Das Passwort sollte nicht in Wörterbüchern vorkommen. Auch Passwörter, die aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen (z.B. „asdfgh" oder „1234abcd"), sind nicht empfehlenswert. Einfache Ziffern oder Sonderzeichen wie „$" am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes bieten keinen ausreichenden Schutz

  • Bewahre Deine Passwörter sicher auf

  • Gebe deine Passwörter nicht an Dritte weiter

  • Ändere immer bereits voreingestellte Passwörter

  • Nutze einen Bildschirmschoner mit Passwortabfrage nach einer voreingestellten Wartezeit, wenn der PC angeschaltet ist und nicht genutzt wird

Weitere Informationen rund um das Thema „Internetsicherheit" gibt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

 


Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder / Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

 

jf 

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