Soziale Netzwerke: Vorsicht ist geboten!

Welche Regeln User beachten sollten - Schlechtes Testergebnis bei Privatsphäre

Soziale Netzwerke: Vorsicht ist geboten!

Fast jeder Jugendliche hat schon einmal von den so genannten „sozialen Netzwerken" im Internet gehört oder ist bereits Mitglied in einer solchen Plattform. Lauffeuer-Onlinezeigt, warum bei all den unbestreitbaren Vorteilen dieser Communities stets große Vorsicht geboten ist und welche Sicherheitsregeln beachtet werden sollten.

 

 

Es herrscht ein reges Treiben im Internet, dieser scheinbar so grenzenlosen und unerschöpflichen Informationsquelle: ++ "Sweet_Girl" hat gerade Freundschaft mit "Tommy112" geschlossen ++ "Summerdream" hat Dich auf einem Foto verlinkt ++ "Tweety-Crazy" hat Dir einen neuen Gästebucheintrag hinterlassen ++ "Der Hardstyler" ist der Gruppe gegen Kürzungen im Bildungssystem beigetreten ++.

Wer regelmäßig Nachrichten dieser Art bekommt, der zählt sich zur immer größer werdenden Gruppe der Mitglieder in sozialen Netzwerken im World Wide Web. Meist weiß man auch, wer sich hinter diesen lustigen Pseudonymen verbirgt und kann so herausfinden, wer aus dem eigenen Bekanntenkreis mit wem in Kontakt steht und wer gerade online ist und auf eine Mitteilung oder einen Eintrag im Gästebuch wartet. Doch vielen Usern ist oft gar nicht bewusst, welche Folgen die leichtfertige Preisgabe von sensiblen persönlichen Daten im Netz haben kann.

 

 

Was man vor und nach dem Eintritt in ein "Social Network" beachten sollte

 

Jeder Internetnutzer sollte sich zuallererst einmal fragen, ob es wirklich nötig ist, persönliche Daten wie den Namen, Adresse, Geburtsdatum oder Telefonnummer anzugeben. Es ist sehr ratsam, mit diesen Informationen äußerst vorsichtig umzugehen, schließlich hat man meist ja keine Kontrolle darüber, wohin genau sie weitergeleitet werden. Wenn man dann den gewünschten Anbieter ausgewählt hat, sollte bereits beim Anmeldevorgang darauf geachtet werden, wie viele und welche Daten eingegeben werden müssen.

 

Die Datenschutzbestimmungen des Anbieters sind zu beachten und es empfiehlt sich, die "Privatsphäre" so streng wie möglich einzustellen. Achtung: bei vielen Netzwerken muss man extra auch festlegen, dass man keine personifizierte Werbung (speziell auf Geschlecht, Alter, Hobbys, ect. zugeschnitte Spam-Mails) bekommen möchte!

Des Weiteren von Bedeutung ist die Möglichkeit, eigene Daten vor dem Zugriff von anderen Nutzern zu schützen. Erscheint für alle immer sichtbar der volle Name? Kann ich einen Spitznamen (Pseudonym) als Profilnamen benutzen oder nicht?

Werfen wir nun einen Blick auf die Suchfunktion. Natürlich ist es praktisch für mich, wenn ich viele verschiedene Eingaben machen kann und somit leicht die gewünschte Person finde. Doch genauso leicht ist es auch für jeden anderen, mein Profil mit meinen Daten zu finden.

 

Und was gibt es auf meinem Benutzerprofil zu sehen? Besondere Vorsicht ist geboten beim Hochladen von Fotos und Videos. Wenn diese Dateien erst einmal im Internet verbreitet wurden, ist es nur noch schwer möglich, sie zu löschen. Hier gilt die Regel: "Das Internet vergisst nichts." Immer mehr Firmen, also potentielle spätere Arbeitgeber, durchsuchen mittlerweile gezielt das Internet nach Informationen über die Bewerber. Da sind dann zum Beispiel "zweideutige" Fotos vom letzten Party-Abend nicht besonders förderlich für die Karriere. Auch vermeintlich lustige oder nicht ganz ernst gemeinte Einträge in Gästebüchern und Blogs mit Schimpfwörtern oder radikalen politischen Parolen sind für jeden im Internet nachzulesen und können entsprechend bewertet werden. Es sind mittlerweile auch schon Fälle von Schulverweisen bekannt, nachdem Schüler beleidigende Äußerungen über Lehrer online gestellt hatten.

Wenn man im Chat jemanden kennengelernt hat und sich mit demjenigen treffen möchte, raten Experten der Polizei, niemals alleine dorthin zu gehen und immer einen sicheren Ort (z.B. im Jugendtreff oder Cafe) zu wählen.

 

Oftmals gerne übersehen, aber ebenfalls sehr wichtig, ist das Vorhandensein der Möglichkeit, das Profil bei Bedarf ohne großen Aufwand und vollständig löschen zu können. Behält sich der Anbieter vor, die Daten auch noch nach der Abmeldung eine Zeit lang zu speichern? Bleiben Gästebuch-Einträge auch nach dem Löschen des Profils online sichtbar?

 

 

Studie: Mangelhafter Schutz der Privatsphäre

 

Die meisten sozialen Netzwerke im Internet schneiden im Bezug auf den Schutz der Privatsphäre der Nutzer schlecht ab. Tester des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt schlüpften im Herbst 2008 für eine Studie in die Rollen des Anwenders, der die Plattformen regulär verwendete und des Angreifers, welcher gezielt versuchte, Informationen über andere Mitglieder der Netzwerke zu sammeln. Das Ergebnis dieser Untersuchung war eine längere Liste mit typischen Mängeln der getesteten Plattformen. So zum Beispiel zu umfangreiche Pflichdaten bei der Anmeldung, kein Unterstützen von Pseudonymen, fehlende bzw. unzureichende Verschlüsselung des Kommunikationskanals zum Server oder bewusst nicht gewollter Schutz bestimmter privatsphärenrelevanter Daten.

 

 

Schreib uns deine Meinung

 

Wie in der Einleitung ja bereits kurz erwähnt, bieten die Social Networks ihren Nutzern keineswegs nur Nachteile. Egal, ob man sich nur schnell für das Wochenende verabredet oder einfach mal eine nette Nachricht an einen länger nicht mehr getroffenen Freund versendet - die modernen Internetplattformen machen's möglich.

 

Uns interessiert deine persönliche Meinung:

  • Hältst Du dich an die oben beschriebenen Regeln?
  • Warum bist Du Mitglied einer oder vielleicht sogar mehrerer Plattformen?
  • Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit den sozialen Netzwerken?
  • Welche wichtigen Hinweise hast Du für andere User?

 

Schicke eine Nachricht an Lauffeuer-Online. Wir sammeln in den nächsten Wochen die verschiedenen Meinungen und präsentieren euch dann eine Zusammenfassung.

 

 

gr

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