Jugendfeuerwehr Stolzenau knackt magische Punktezahl

49 Jugendfeuerwehrgruppen traten in Landesbergen gegeneinander an.

Jugendfeuerwehr Stolzenau knackt magische Punktezahl
Mit der Saugleitung wurde Wasser aus dem offenen Gewässer für den Wettbewerb gepumpt.

Landesbergen (MH). Ende Mai trafen sich die Jugendfeuerwehren zum diesjährigen Kreiswettbewerb in Landesbergen. Der Kreiswettbewerb, der nach den Vorgaben der Deutschen Jugendfeuerwehr durchgeführt wird, besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil wird als A-Teil bezeichnet. Hier müssen die Jugendfeuerwehrmitglieder als Gruppe zu jeweils neun Mitglieder, einen Löschangriff vorführen. Dieser beginnt mit dem Verlegen einer Saugleitung von einem gedachten offenen Gewässer bis zu einer Pumpe. Von dort aus geht es über einen fingierten Wassergraben. Hier wird der große Schlauch, der im Fachkreisen B-Schlauch genannt wird, in drei kleinere C-Schläuche aufgeteilt. Von hier ab verlegen die Teilnehmer des Wettbewerbes die Schläuche über verschieden Hindernisse, wie Leiterwand Hürde und Kriechtunnel. Am Ende der Wettbewerbsbahn müssen vier Mitglieder der Gruppe, auf Anweisung des Gruppenführers, Knoten und Stiche an einem Holzgestell anlegen. Dieser A-Teil sollte möglichst ohne Fehler und innerhalb von sieben Minuten absolviert werden, damit man eine gute Ausgangslage für die Platzierungen hat. Der B-Teil ist dem sportlichen Aspekt zugewandt. Über eine Strecke von 400 Metern sind Hindernisse und Aufgaben platziert, die die neun Gruppenmitglieder als Staffellauf ableisten müssen. Vom schnellen Aufrollen eines Schlauches bis hin zum Werfen eines Leinenbeutels durch zwei Stangen gilt es die Strecke schnellstmöglich hinter sich zu bringen. Die Zeitvorgabe richtet sich hier nach dem Durchschnittsalter der Gruppe. Während des gesamten Wettbewerbes feuerten zahlreiche Gäste und Fans die Gruppen an. So manches Mal musste auch mal getröstet werden, wenn eine Aufgabe nicht so verlief wie geplant. Am Nachmittag wurde es dann für alle Teilnehmer spannend – die Siegerehrung begann. Bevor jedoch die Platzierungen bekannt gegeben wurden, dankte Kreisjugendfeuerwehrwart Mario Hotze der Ortsfeuerwehr Landesbergen für die Ausrichtung der Wettbewerbe. Diese fanden anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Landesbergen statt. Dank sprach Hotze aber auch den Wertungsrichtern aus den Landkreis Schaumburg und Diepholz aus. „Auch wenn das Wetter heute nicht so mitgespielt hat, habt Ihr sehr gute Leistungen gezeigt!“ resümierte der Kreisjugendfeuerwehrwart. Landrat Detlev Kohlmeier, der die Grüße des Landkreises überbrachte dankte den Jugendlichen für deren Leistung und Engagement. Auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller lobte das Engagement der Jugendlichen und appellierte an diese auch in Zukunft der Feuerwehr treu zu bleiben. Katja Keul, Mitglied des Deutschen Bundestages, unterstrich in Ihrem Grußwort, das die Arbeit in den Jugendfeuerwehren wichtig für die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist. Die Grüße der Kreisfeuerwehr überbrachte Kreisbrandmeister Bernd Fischer. In seinem gewohnt kurzen Grußwort, welches stets bei den Jugendlichen auf tobenden Applaus stößt, versprach dieser den Plätzen eins bis drei 100 Euro für die Kameradschaftskasse.

Marc Henkel

Mit Schwung ging es über den „Wassergraben“.
Die ersten drei Plätze des Kreiswettbewerbes mit Gästen.
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