24 Stunden Einsatzdienst der Jugendfeuerwehr Zeulenroda

24 Stunden Einsatzdienst der Jugendfeuerwehr Zeulenroda

Die Einladung der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda (Landkreis Greiz), an einem Berufsfeuerwehrtag teilzunehmen, wurde zusammen mit Kameraden der Jugendfeuerwehr Zeulenroda gerne angenommen. Die Jugendlichen verbringen einen 24 Stunden Bereitschaftsdienst auf der Feuerwache in Zeulenroda. Verteilt über diesen Tag sind verschiedene Übungseinsätze im Rahmen ihrer Möglichkeiten abzuarbeiten. Allerdings weiß keines der Kids, wann ein Einsatz erfolgt und was passieren wird. So wie im richtigen Leben geht meisten dann die Alarmglocke, wenn man beim Essen ist, schläft, ein spannendes Fußballspiel sieht oder unter der Dusche steht.

Vom 12.07. auf den 13.07. führte unsere Jugendfeuerwehr ihren jährlichen 24-Stunden-Dienst durch. Bereits seit Wochen wurden vom Betreuerteam Ideen gesammelt, Objekte für die praktische Ausbildung organisiert, Kochbücher gewälzt und viele andere Dinge geplant. Am Samstag begann der aufregende Dienst mit einem gemeinsamen Stationsbetrieb im Feuerwehrgerätehaus in der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Über den Tag verteilt lernten die Kinder und Jugendlichen viele neue Dinge, wie den Umgang mit Objektplänen zum Auffinden von ausgelösten Rauchmeldern in Betrieben und öffentlichen Gebäuden (Feuerwehrlaufkarten), das Verhalten in unbekannten Gebäuden ohne Sicht, sowie den Umgang mit einfachen Werkzeugen zur technischen Hilfeleistung. Die Kinder und Jugendlichen konnten das neu Gelernte und ihr umfangreiches Vorwissen in vielen praktischen Ausbildungsblöcken und kleinen Grundübungen zusammen mit den Betreuern festigen. Das Mittagessen wurde natürlich im Feuerwehrstützpunkt eingenommen. Nach dem Mittag um 13 Uhr wurden die jungen Kameraden zu einem Verkehrsunfall alarmiert, dort mussten zwei Personen aus dem Fahrzeug befreit werden. Wie Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Komorowski berichtete, dürfen die Jugendlichen auf Grund ihres Alters nicht mit der schweren Technik arbeiten. So mussten Kameraden der Einsatzabteilung Hand anlegen. Die Türen wurden mit Schere und Spreizer geöffnet und das Dach wurde entfernt. Nun war wieder die Jugendfeuerwehr Zeulenroda gefragt und die Personen im Fahrzeug mussten befreit werden. Stadt- und Kreisjugendfeuerwehrwart Komorowski schätze die erste Einsatzübung als sehr gelungen ein, da Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr Hand in Hand arbeiten mussten. Auch das arbeiten untereinander wurde dadurch gefestigt. Nun hieß es wieder ab in den Stützpunkt, wo es mit den praktischen Ausbildungen weiterging. Knoten & Stiche, Gerätekunde, Funkausbildung und Erste Hilfe standen auf dem Plan. Als die Ausbildungsmaßnahme erfolgreich für alle Kameraden beendet wurde, wurden diese zu einer Rauchentwicklung im ehemaligen Gebäude der Rasters GmbH in Zeulenroda-Triebes alarmiert. Der junge Einsatzleiter stellte vor Ort sehr schnell fest, dass es hier ernst war. Insgesamt drei Personen mussten gerettet werden, gleichzeitig durfte die Brandbekämpfung nicht leiden. Auch dies erledigte der junge Einsatzleiter laut Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Komorowski sehr gut. Die Lage wurde schnell unter Kontrolle gebracht und die Personen befreit. Diese Einsatzübung wurde als erfolgreich gelungen eingeschätzt, so Komorowski. Als die Technik aufgeräumt und die Einsatzbereitschaft der sechs Fahrzeuge wieder hergestellt war, ging es zurück zum Stützpunkt. Nun konnten sich die jungen Kameraden erst einmal stärken. Bereits um 18:30 Uhr wurde die Schicht der jungen Kameraden wieder alarmiert, der Einsatzbefehl lautete: Ölspur zwischen Leitlitz und Wallengrün. Auch diese Einsatzübung wurde sehr schnell abgearbeitet und es ging bereits um 19:00 Uhr zum Dienstsport über. Der Dienstsport wurde in Langenwolschendorf auf dem dortigen Sportpaltz durchgeführt. Kurz vorm Ende des Dienstsportes erfolgte bereits der nächste Alarm und die jungen Kameraden wurden um 20:30 Uhr nach Zeulenroda-Triebes in die Industriestraße alarmiert. Dort hatten aufmerksame Bürger einen Heckenbrand festgestellt. Der Brand war sehr schnell unter Kontrolle und konnte durch die Kameraden des TLF 16/24 abgelöscht werden. Nun stand auf dem Ausbildungsplan die Reinigung der Fahrzeuge und Kontrolle der persönlichen Schutzausrüstung. Als dies erfolgreich erledigt wurde, begann gegen 22:00 Uhr die Nachtruhe der jungen Kameraden. Diese war allerdings von kurzer Dauer, denn bereits gegen Mitternacht wurden die Kameraden der Jugendfeuerwehr Zeulenroda zur Absicherung einer Hubschrauberlandung nach Zeulenroda-Triebes, Ortsteil Pöllwitz alarmiert. Auch diese gelungene Einsatzübung wurde sehr schnell abgearbeitet und jeder der jungen Kameraden freute sich auf sein Bett in der Feuerwache. Alle Kinder und Jugendlichen schliefen tief und fest, als um 01:18 Uhr der Alarm erneut erklang. Bereits auf der Anfahrt war den jungen Kameraden bewusst, dies wird kein Zuckerschlecken, eine Rauchentwicklung im Niederböhmersdorfer Wald war gemeldet. Als der Löschzug der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda dort eintraf, wurde bereits ein Vollbrand gemeldet. Die jungen Kameraden mussten nun schnell und richtig handeln. Die Wasserversorgung wurde hergestellt, Personen befreit und der umliegende Wald vor dem Übergreifen des Feuers geschützt. Nach einer kurzen Auswertung der Einsatzübung durch den Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Komorowski wurden alle Kameraden wieder zurück zum Stützpunkt geschickt. Die jungen Kameraden zwischen 8 und 16 Jahren schliefen tief und fest bis 07:00 Uhr als der Wecker klingelte und es hieß: "Frühstück!"Etwas verschlafen kamen die jungen Floriansjünger zum Frühstück und das Ende der 24 Stundenschicht war abzusehen. Nach dem Frühstück mussten die Schlafräume gereinigt und aufgeräumt werden. Um 08:11 Uhr erfolgte dann die Abschlussübung der 24-Stunden-Schicht. Ein gemeldeter Wohnhausbrand in Zeulenroda-Triebes in der Heinrich-Heine-Straße wurde festgestellt. Der Angriffstrupp rüstete sich aus, der Wassertrupp stellte die Wasserversorgung her und alle 2 vermissten Personen konnten befreit werden. Nach ca. 1 Std. konnte die Abschlussübung beendet werden. Nach der Übungsauswertung bedankte sich der Leiter der Feuerwehren, Steffen Jubold und der Stadtjugendwart Christian Komorowski für die Einsatzbereitschaft bei den Jugendlichen und wünschten sich, das auch weiterhin derartige Ausbildungsmaßnahmen zur Förderung der Jugendarbeit möglich sind. Nun hieß es, Fahrzeuge tanken, reinigen und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen. Die Kinder und Jugendlichen zeigten sich von dem Dienst begeistert und fragten schon nach einer baldigen Wiederholung. Ein Dankeschön gilt allen Beteiligten, die Übungsobjekte zur Verfügung stellten oder uns direkt bei der Durchführung unterstützt haben. Ohne die Hilfe einiger zusätzlicher Kameraden aus der Einsatzabteilung hätte der Dienst nicht so planmäßig verlaufen können. Insbesondere in der praktischen Ausbildung konnten wir dank dieser Unterstützung viele interessante und besondere Aspekte realisieren.

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