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24h-Übung mit Abnahme der Jugendflamme 1 bei der JF Vettweiß

24h-Übung mit Abnahme der Jugendflamme 1 bei der JF Vettweiß
"4-Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Vettweiß

Als die beiden Löschgruppen der Feuerwehr Vettweiß mit ihren Löschfahrzeugen HLF20/16 und LF10/6 an der Einsatzstelle zwischen Kelz und Gladbach ankamen, war von dem brennenden PKW aufgrund der starken Rauchentwicklung kaum etwas zu erkennen…

Was sich anhört wie der Bericht zu einem tragischen Verkehrsunfall, ist glücklicherweise nur die Kurzbeschreibung einer von fünf Übungen der Jugendfeuerwehr Vettweiß. Am 12. Und 13. Oktober trafen sich die Jugendgruppen aus der gesamten Gemeinde Vettweiß in Jakobwüllesheim zur 24h-Übung. Los ging es am Samstagmorgen nach dem gemeinsamen Frühstück. Die Übungen wurden in 5 verschiedenen Orten mit wechselnden Löschfahrzeugen veranstaltet. Dabei ging es um die verschiedensten Themen von der Tierrettung, über einen leckgeschlagenen Tank mit auslaufender Schwefelsäure bis hin zum Brand im Gerätehaus der Löschgruppe Disternich. Während des gesamten Zeitraumes konnte auch die Kommunikation der verschiedenen Gruppen durch einen separaten Übungs-Funkkanal realistisch geübt werden. So hatten auch die Jugendlichen einmal die Gelegenheit, sich am Funkgerät eines großen Löschfahrzeuges zu üben. Am Nachmittag wurde das Programm für die Abnahme der Jugendflamme Stufe 1 durch den Gemeindejugendfeuerwehrwart Björn Bigesse unterbrochen. Während der vorherigen Wochen hatten sich 12 Jugendliche intensiv für den Teil a und 2 Jugendliche für den Teil b vorbereitet. Dabei wurden jeweils fünf Bereiche vom Ausrollen und Kuppeln eines Schlauches, Setzen eines Hydranten oder Absichern einer Einsatzstelle abgefragt. Alle Teilnehmer haben ihren Abschnitt des Leistungsabzeichens mit Bravour bestanden – eure Jugendwarte können stolz auf euch sein! An dieser Stelle möchten wir herzlich unserem Bürgermeister Josef Kranz, der Ortsvorsteherin von Gladbach, sowie den Vertretern der Fraktionen CDU und BI und unserem stellvertretenden Wehrleiter Josef Mathia sowie dem Löschgruppenführer der Löschgruppe Froitzheim Michael Himmler samt Familie für ihr Kommen danken.

Nach dem gemeinsamen Grillen – an dieser Stelle bereits einen herzlichen Dank an Claudia und Steffi, die während des gesamten Wochenendes unsere Verpflegung sichergestellt haben - gab es abends noch eine letzte Übung: der eingangs bereits beschriebene PKW-Brand. Eine Gruppe rückte aus Richtung Vettweiß mit dem dort stationierten Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF20/16 an, die zweite mit dem Jakobwüllesheimer LF10/6 aus Richtung Kelz. An der Einsatzstelle stand ein PKW, der durch den Einsatz einer Nebelmaschine kaum zu erkennen war. Hier galt es für die „Einsatzkräfte“, nicht nur einen Löschangriff vorzunehmen, sondern auch die Einsatzstelle abzusichern und aufgrund der Dunkelheit auszuleuchten. Mit der umfangreichen Ausstattung der beiden modernen Löschfahrzeuge kamen hier alle auf ihre kosten.

Nach der anstrengenden Übung waren alle froh ihren Schlafplatz im Gerätehaus Jakobwüllesheim zu erreichen. Nach der wohlverdienten Pause gab es morgens noch die Abschlussübung in Disternich, diesmal wurden die Löschgruppen zu einem Brand im Gerätehaus alarmiert. Bei Eintreffen war wiederum starke Rauchentwicklung wahrzunehmen. Mehrere Trupps gingen sofort unter Atemschutz vor, um das Gebäude nach einer vermissten Person abzusuchen. Mit den hierfür angefertigten Atemschutzgeräteattrappen konnten die Jugendlichen einen ersten Eindruck bekommen, wie man sich mit der umfangreichen Ausrüstung in einem völlig verrauchten Raum fühlt – und dennoch zum Ziel kommen kann. Gleichzeitig haben die übrigen Jugendlichen die Wasserversorgung und Absicherung der Einsatzstelle übernommen.

Als die 24h-Übung am Sonntagmittag zu Ende ging – zugegeben, es waren ein paar Stunden mehr –konnten alle Beteiligten auf ein überwältigendes Wochenende mit sehr viel Spaß und tollen Erfahrungen zurückblicken. Wir möchten uns besonders bei den Löschgruppenführern bedanken, die uns ihre Mannschaftstransport- und Löschfahrzeuge, sowie umfangreiches Material zur Verfügung gestellt und uns bei den Übungen unterstützt haben. Ein weiterer Dank geht an die Wehr- und Zugführung beider Löschzüge und der Gemeindeverwaltung der Gemeinde Vettweiß für die Unterstützung bei der Organisation. Letztendlich kann eine so umfangreiche Übung aber nur durch die Jugendwarte und Betreuer stattfinden, die bereit sind, ihr Wochenende für unsere Kinder und Jugendlichen zu investieren. Aber was wären wir ohne die Mitglieder der Jugendgruppen? Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, sich im Vereinsleben zu engagieren. Danke, dass ihr uns treu bleibt!

 

Unteranderem wurde das Austreten von Säure simuliert
Löschangriff 24h-Übung mit Abnahme der Jugendflamme 1 bei der JF Vettweiß
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