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50 Jahre Jugendfeuerwehr Roda

Festveranstaltung und Familientag

50 Jahre Jugendfeuerwehr Roda
Waagerechtes Kistenstapeln

Die Festveranstaltung „50 Jahre Jugend­feuer­wehr Roda" hat Jugendfeuerwehrwart Peter Werner eröffnet. Rund 150 Personen waren der Einladung der Rodaer Jugend­feuerwehr zum Kommersabend gefolgt. Werner begrüßte viele Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrwesen sowie ehemalige Mitglieder, jahrelange Freunde der Feuerwehr, ehemalige Jugendwarte, befreundete Feuerwehren aus den Orten der Umgebung und viele weitere Gäste.

Den Auftakt machte die Bambinifeuerwehr Roda. Zwölf Kinder sangen unter Leitung der Betreuerinnen Silvia Brötzmann, Stefanie Bader und Sarah Werner ein 14-strophiges selbst gedichtetes Lied über die Jugendfeuerwehr Roda: „Tatütata, wir feiern 50 Jahr“. Peter Werner berichtete umfangreich über die Entstehung und den Werdegang der Jugendfeuerwehr Roda. Nicolas Hebeler und Maren Schäfer verlasen im Wechsel die zahlreichen Erfolge der Jugendfeuerwehr über 50 Jahre hinweg. Mit ausführlichen Grußworten bedankten sich der erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, 1. Stadtrat Erich Kirch­hainer, Stadtverordnetenvorsteher Konrad Trust, Landtagsabgeordnete der CDU Claudia Ravensburg, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Dr. Christoph Weltecke, Verbandsvorsitzender Manfred Hankel und Kreisjugendwart Marcus Potthof und Vorsitzender Detlef Müller sich bei der Jugendfeuerwehr Roda. „Wer wissen will, wie Jugendfeuerwehr geht, der sollte nach Roda kommen“ betonte Dr. Weltecke in seiner Rede. Wehrführer und stellvertretender Stadtbrandinspektor Bastian Werner setzte allem noch die Krone auf mit seiner kurzen aber würzigen Rede, „Ihr Jugendlichen und Bambinis, ihr seid die Nachzucht für unsere Einsatzabteilung, auf die wir sehr stolz sind“. Er motivierte die Kinder und Jugendlichen, in Zukunft weiterhin so viel Engagement zu zeigen und auch später Führungspositionen zu übernehmen. Der Saal schallte vor Lachen als er sagte „denn meinen Vater müssten wir ja auch unbedingt mal ersetzen“. Die Vertreter der befreundeten Vereine überreichten einige Präsente und Schecks. Kreisjugendwart Marcus Potthof hatte die Ehre, die Ehrenplakette der Kreisjugend­feuerwehr in Gold an sieben ehemalige Jugendwarte zu überreichen. Silke Hoffmann war maßgeblich an der Gründung der ersten Mädchenmannschaft in 1973 beteiligt und leitete die Jugend­feuerwehr von 1972 bis 1976. Ihr Mann Hans Hoffmann leitete die Jugendfeuer­wehr von 1976-1977 und war noch lange Zeit weiter aktiv für di Jugendfeuerwehr unterwegs. Klaus Hallenberger leitete die Jugendfeuerwehr von 1977 bis 1985, war bis 1993 als Stadtjugendwart aktiv und von 1993 bis 1998 Kreisjugendfeuerwehrwart. Danach wurde der Stadtbrandinspektor. Irene Noll war von 1989 bis 2007 Jugend­wartin und war maßgeblich an den Erfol­gen der Mädchen beteiligt. Marina Hoffmann leitete die Jugendfeuerwehr von 1993 bis 2007 und war maßgeblich an den Erfolgen der Mädchen beteiligt. Ilona Binzer war von 2005 bis 2009 Jugendwartin, noch heute gestaltet sie die eigene Homepage der Feuerwehr Roda. Sandra Cvetko und Sarah Werner haben die Ehrung bereits im letzten Jahr erhalten. Es fehlten: Lothar Naumann, Gerhard Naumann und Katharina Müller. Erster Vorsitzender Detlef Müller ehrte drei Mitglieder, die bereits seit 50 Jahren dem Feuerwehrverein angehören: Manfred Fischer, Jürgen Paul und Heinz Müller. Es fehlten: Hans-Heinrich Waßmuth und Gerhard Naumann.

Feuerwehrverbandsvorsitzender Manfred Hankel ehrte dann den „Hauptakteur des Abends“. Seit 36 Jahren ist er Jugendwart, „vorbildlich in seiner Art mit den Kindern umzugehen“. „Wir sind alle im Kreis stolz auf ihn“. Peter Werner erhielt die silberne Floriansmedaille am Bande. Vorsitzender Detlef Müller hatte noch einen besonderen Programmpunkt. Er überreichte Anita Werner einen Strauß Blumen als Dank für ihre Geduld mit der Feuerwehr – haben doch die restlichen vier Familienmitglieder alle Führungspositionen in der Feuerwehr Roda übernommen.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens gab es außerdem einen Familientag und ein Jedermannturnier

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung dazu. Die Erwachsenen bestaunten die Bilder­ausstellung oder genossen leckere Torten vom Kuchenbuffet im Freien. Wenn Zeit war, wurde oft beim Menschenkicker der Spielgeist unter Beweis gestellt, ganze Familien traten gegeneinander an. Außerdem hatten die Familien die Mög­lichkeit, Feuerwehrfahrzeuge der Rodaer, Rosenthaler und Battenberger Wehr zu besichtigen. Stellvertretender Wehrführer Tim Werner gab sein Wissen in einem Vortrag über Rauchmelder weiter und verkaufte diese zum Selbstkostenpreis. Für die Kinder hatten sich die Rodaer etwas Tolles überlegt: mit einem Markenband als Eintrittskarte konnten die Kinder zehn Spielstationen besuchen. „Das ist so cool, warum kann es das nicht jede Woche geben“ so die kleine Maya. Hauptattraktionen waren der Menschen­kicker, die Water Balls und der Bungeerun. Daneben gab es eine Mohrenkopfwurf­maschine, einen heißen Draht, eine Schmink­station, eine Bastelstation, Dosen­spritzen mit echtem Feuerwehr­schlauch, Kistenstapeln und ein Feuer­wehrauto als Hüpfburg für die Kleinen. Rund 70 Kinder genossen den Tag beim Spielen in Roda. Endlich war es soweit, die Uraufführung des Theaterstücks der Jugendfeuerwehr Roda fand am Nachmittag statt. Der ersten Aufführung folgten rund 70 Personen. Jugendwartin Sarah Werner hatte seit einem Jahr mit den Jugendlichen und drei Erwachsenen „Das Toupet“ einstudiert. Am Abend folgte eine weitere Aufführung, der wieder fast 80 Personen folgten. Da haben die Jugendlichen gezeigt, welche Theater­talente in ihnen stecken. Am nächsten Tag ging das Fest weiter mit einem Jedermann-Turnier. Elf Erwachsenen-Mannschaften und acht Jugendmann­schaften traten in acht Disziplinen gegeneinander an. Torwandschießen, Kisten­stapeln, Baumstammsägen für die Erwach­senen, Staffellauf, Deckeln, Zielwasser und Wissensquiz mussten von allen Mann­schaften mit jeweils fünf Spielern bewältigt werden. Am anstrengendsten war wohl das Tauziehen der besonderen Art – dabei mussten die Gruppen mit Hilfe eines Taus das Feuerwehrfahrzeug der Rodaer über eine gewisse Strecke mit eigener Kraft ziehen. Zwischendurch wurde man von den Rodaer Kameraden sehr gut bewirtet und der Kicker wurde wieder oft genutzt. Die Siegerehrung fand gegen Abend statt. Bei den Jugendmannschaften siegte die Jugendfeuerwehr Hommertshausen (Gewinn: Pokal und fünf Kinogutscheine) vor Ernsthausen (Gewinn: Pokal und fünf Schwimmbadgutscheine) und Haine (Gewinn: fünf Mc Donalds-Gutscheine und Pokal). Bei den Erwachsenen wurde es spannend. Der erste und zweite Platz hatte die gleiche Punktzahl und so musste zur Freude der Organisatoren und Zuschauer mit einem Stechen mithilfe des Menschenkickers der erste Platz ausgespielt werden. Die Feuerwehr Weilburg siegte vor der Feuerwehr Ernsthausen und den dritten Platz machten die „Durstigen Luchse“. Bei den Erwachsenen gab es Bier und Würst­chen zu gewinnen. Das Fest wurde mit einer Party mit DJ Mike abgerundet.

Sarah Werner

Bei den Wasserbällen war der Andrang groß.
Für das Theaterstück hatten 12 Jugendliche ein Jahr lang geübt.
Mit viel Kraft wurde das TSF-W eine bestimmte Strecke gezogen.
Beim Lebend-Menschenkicker hatten alle viel Spaß.
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