63 ausgezeichnete Jugendfeuerwehren

Am Freitag (15. November) wurden insgesamt 63 Jugendfeuerwehren im Rahmen einer Feierstunde mit dem Qualitätssiegel der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg ausgezeichnet. Durch diese Auszeichnung können sie sich ab jetzt “Qualifizierter Jugendfeuerwehrstandort“ nennen. 

Als sechsten Teil der “Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr” hat die Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg ein umfangreiches Qualitätssicherungsmodell für die Jugendarbeit ihrer Jugendfeuerwehren eingeführt. Zahlreiche Kriterien vom Ausbildungsstand der Jugendbetreuer über die Integration in die örtliche Gemeinschaft, bis zur attraktiven und sinnvollen Gestaltung der angesetzten Tätigkeiten. Dies ist bundesweit einzigartig und zeigt die Qualität, über welche die Jugendfeuerwehren verfügen. 

Bei seiner Ansprache ging Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick auf den Erfolg der ersten fünf Teile der Kampagne und ihre Auswirkung auf die Arbeit der Jugendfeuerwehren ein. Der deutliche Erfolg gibt ihm Recht: "Durch das Engagement der Jugendfeuerwehren hat die Mitgliedergewinnung funktioniert". Trotz immer größerer Konkurrenz durch andere Freizeitangebote konnten die Mitgliedszahlen im Landkreis und der Stadt gesteigert werden. Vor elf Monaten wurde im Rahmen der fortlaufenden Strukturanalyse dieses Modell geboren, denn „es muss ein neuer Weg gegangen werden, um das Bild der Jugendfeuerwehr zu festigen. Es darf nicht auf die Tränendrüse gedrückt werden“, sondern Leistung müsse vermarktet werden. Mit diesem Modell kann ein qualitativer Standard für die Jugendarbeit geschaffen werden und die Bedeutung der Jugendfeuerwehr in der Gesellschaft etabliert werden. "Qualität und Sicherheit noch in vielen Jahren" will Feick so gewährleisten. 

Norbert Leder, Vorstandsmitglied der HSE Stiftung sprach bei seinem Grußwort vom „entscheidenden Faktor“, den die Jugendfeuerwehr beim Mitgliederzuwachs für die Einsatzabteilung spielt. Es müsse der Bevölkerung nun noch deutlich gemacht werden, welche Leistung für die Bevölkerung erbracht wird. Mit diesem Qualitätssicherungsmodell wird ein großer Schritt in diese Richtung getan. 

Ebenfalls wurde an diesem Abend den Jugendfeuerwehren der Kreisjugendfeuerwehren die Urkunde für die Verleihung des Deutschen Nationalpreises 2013 für die Deutsche Jugendfeuerwehr überreicht. Dies unterstreiche ebenfalls die Wichtigkeit des Ehrenamts und stelle für unseren Verband eine Würdigung dar, da die Gründe der Auszeichnung das gesellschaftliche Engagement und die Integrationsleistung für die Gesellschaft der Jugendfeuerwehr seien, erläuterte Manuel Feick bei seiner Laudatio. 

Bereits seit letztem Jahr besteht zwischen den Kreisjugendfeuerwehren Zwickauer Land und Darmstadt-Dieburg ein intensiver Austausch, von dem beide Organisationen profitieren. Um diese Partnerschaft noch weiter zu festigen und auf lange Sicht auszurichten, entschloss man sich dazu, ein Abkommen zu schaffen. Nach dem offiziellen Start der Partnerschaft am 31. Mai im Rahmen eines Festaktes in Sachsen, wurde nun in Darmstadt-Dieburg das Abkommen geschlossen. Unter Anwesenheit der Delegation aus Sachsen unterzeichneten Manuel Feick und Enrico Stritzl die Urkunde. Bei seinen einleitenden Worten sprach Kreisbrandmeister Thomas Wende von den Vorteilen der Partnerschaft und ist stolz darauf, dass beide Kreisjugendfeuerwehren diese so schnell begehen konnten. 

Auch der Kreisbrandinspektor Ralph Stühling ging bei seinen Grußworten auf den Stellenwert der „intensiven Jugendarbeit“ und die Heranführung von Jugendlichen an die wichtige Aufgabe der Notfallhilfe für die Gesellschaft ein. Er ist stolz darauf, welcher „Aspekt der Qualität erreicht wurde“ und sein Dank ging an die Jugendfeuerwehrführungskräfte, denn ohne motivierte Betreuer ist diese Jugendarbeit nicht möglich. 

Danach wurden die Plaketten und Zertifikate durch zahlreiche Vertreter der Politik und des Feuerwehrwesens an die Jugendfeuerwehren überreicht. 

 

Der Landrat Klaus Peter Schellhaas sprach den Anwesenden sein Dank aus und bemerkte, wie froh er sei, was von den Jugendfeuerwehren geleistet wurde und noch immer würde. Denn „ohne die Ehrenamtlichen wäre die Gesellschaft nicht lebensfähig“ und wie wichtig die Qualität der Arbeit sei und, dass darauf geachtet werde, diese zu halten. Wer sich bei der Jugendfeuerwehr einsetze, sei bereit, sich über das normale Maß hinaus einzusetzen, so Schellhaas. Das mache die Jugendfeuerwehren zu den „heimlichen Helden des Landes“.

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