Erster Alarm- und Einsatztag

15-jähriges Bestehen der Jugendfeuerwehr Mürlenbach

Erster Alarm- und Einsatztag

Während des diesjährigen Zeltlagers am Sportplatz führte die Jugendfeuerwehr Mürlenbach, die dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feierte, zum ersten Mal einen Alarm-und Einsatztag durch, der ein Wunsch des neuen Jugendfeuerwehrwartes Stephan Kaffka und seines Stellvertreters Michael Irsfeld war.

Gestartet wurde der Tag am Freitag um 15.00 Uhr. Während die Jugendlichen sehnsüchtig auf ihren ersten Einsatz warteten, hieß es erst einmal Fahrzeuge reinigen. Anschließend ging es dann wieder zum Zeltplatz, wo sich die Zeit mit Spielen vertrieben wurde, bis um 17.41 Uhr der Melder ging und die erste Alarmierung rein kam. Eine Katze auf dem Dach wurde mittels der 3-teiligen Schiebleiter gerettet. Hierbei durften alle Jugendlichen, die es wollten, mal das richtige Raufklettern auf der Leiter üben, was auch alle taten. Als der Einsatz beendet war und man zurückkehren wollte, erhielt man einen Folgeeinsatz: Eine Person wurde in einem Waldgebiet vermisst. Nach circa 20 Minuten Suche wurde diese dann an einem Steilhang gefunden. Nach einer Erstversorgung wurde die Person (eine Übungspuppe, die die Jugendlichen zuvor im Zeltlager gebaut hatten) mittels Schleifkorbtrage aus dem Waldhang gerettet und 500 Meter weiter zum Rettungsdienst getragen.

Um 21.52 Uhr wurde man dann zu einer Ölspur (Kakao mit Wasser) alarmiert, die mit Ölbindemittel (Sägemehl) abgestreut und gekehrt wurde. Um 22.47 Uhr kam dann eine Alarmierung der Brandmeldeanlage der Firma "Feluwa". Vor Ort stellte diese sich jedoch als ein Fehlalarm raus. Obwohl einige Jugendliche nicht schliefen, weil sie der festen Überzeugung waren, es kämen auch in der Nacht einige Einsätze, ließ der nächste Einsatz auf sich warten.

Erst um 05.43 Uhr wurden die Jugendfeuerwehrmitglieder wieder alarmiert, diesmal jedoch nicht mehr durch den Melder, sondern durch die heimlich mitgenommene Handsirene. Reichlich müde sah der eine oder andere Jugendliche aus, als es zu einem Mülltonnenbrand ins Dorf ging. Nach kurzer Zeit war der Einsatz erfolgreich beendet und es ging zurück zum Zeltplatz, wo man dann den unterbrochenen Schlaf fortsetzen durfte.

Während der Jugendfeuerwehrwart mit dem anderen Fahrer dann das Frühstück holen war, kam um 09.10 Uhr die nächste Alarmierung: Notfalltüröffnung mit Gefahr. Während man verzweifelt anrief, um einen Fahrer zu finden, kam schließlich die Meldung: Einsatz abbrechen, Rettungsdienst hat sich selbst Zutritt verschafft. Kurz nach der Meldung traf dann auch der Jugendfeuerwehrwart wieder im Zeltlager ein.

Um 10.31 Uhr beendete der Melder dann das kurz zuvor gestartete Fußballspiel, eine Person eingeklemmt unter einem Fahrzeug wurde gemeldet. In kurzer Zeit konnte die Person von der Jugendfeuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit und versorgt werden. Um 12.12 Uhr wurde man dann zu einem Flächenbrand alarmiert. Vor Ort entpuppte dieser sich jedoch als Grillfeuer. Spontan wurde das Grillgut beschlagnahmt und den hungrigen Mägen einverleibt. Während man sich gerade so gemütlich von dem Essen erholen wollte, traf um 13.19 Uhr die Meldung ein: Gebäudebrand auf der Kyllwiese. Leider hatte am Vortag ein Betreuer den Jugendlichen diese Abschlussübung schon verraten, sodass sie bereits wussten, dass sie nun eine echte brennende Hütte erwartete, die es zu löschen galt. Mit drei C-Rohren und einer Zuleitung von neun B-Rohren gelang es auch, diesen Einsatz erfolgreich zu beenden.

Als man dann um 14.45 Uhr wieder bei den Zelten angelangt war, beschloss man die Abschlussbesprechung etwas vorzuziehen, da ja eh in 15 Minuten Schluss war und man die Abschlussübung bereits absolviert hatte. Während dieser Besprechung kam dann um 14.55 Uhr doch noch eine Alarmierung rein: auslaufende Betriebsstoffe im Braunebachtal. Auch wenn in fünf Minuten der Alarmtag vorbei sein sollte, fuhr man natürlich noch zu diesem vermeintlich kleinen Einsatz. Vor Ort stellte sich dann jedoch heraus, dass sich in dem Fahrzeug noch eine Person befand, die eingeklemmt war. Schnell wurden noch der Tankwagen und der RW1 nachalarmiert. Mit Unterstützung einiger Kameraden der "großen" Wehr durften dann die Jugendlichen die Person aus dem Fahrzeug befreien. Hierbei wurden die Trupps dann so durchgewechselt, dass jeder von den Jugendlichen einmal mit der Rettungsschere schneiden durfte (mithilfe eines Erwachsenen). Alle hatten bei diesem Einsatz ihren Spaß, sodass es dann doch noch gelungen war, einen überraschenden Abschlusseinsatz durchzuführen.

Auch wenn es das erste Mal war, dass die Mürlenbacher Jugendfeuerwehr einen Alarm- und Einsatztag durchgeführt hat, die Einsätze wurden alle sehr gut abgewickelt. Da die Jugendlichen mit vollem Eifer dabei waren, wird dieses mit Sicherheit nicht der letzte Alarm- und Einsatztag gewesen sein.

Stephan Kaffka

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