Feuerwehr Nachwuchs übt Dekontamination

Das A, B und C der Feuerwehr

Feuerwehr Nachwuchs übt Dekontamination

Am 07.06.2013 waren beide Jugendfeuerwehren der Gemeinde Hüllhorst bei der Löschgruppe Schnathorst zu einem gemeinsamen Dienst eingeladen. Thema dieses Dienstes war die Vorstellung eines Sonderfahrzeuges des Bundes (Katastrophenschutz).

Für die 36 Mädchen und Jungen der Jugendgruppen Hüllhorst und Oberbauerschaft war der "LKW Dekon-P" absolutes Neuland. Dieses Fahrzeug enthält Ausrüstung des Bundes, um bei Großschadensfällen Personen zu dekontaminieren. Bestehend aus zwei Zelten, einer Duschkabine für Einsatzkräfte mit Chemikalien-Schutzkleidung, Pumpen, einer Heizung und vielen anderen Dingen.

Nach der Begrüßung durch den Leiter der Dekon-P Einheit Stefan Mehnert und dem Schnathorster Löschgruppenführer Uwe Kirchhoff, gab es eine kurze theoretische Einweisung. Hier stand für die Jugendlichen gleich am Anfang die Erkenntnis, dass "ABC" für die Feuerwehr eine andere Bedeutung hat, wie in der Schule. Die Abwehr von A = atomaren, B = biologischen, sowie C = chemischen Gefahren ist, neben der Brandbekämpfung eine herausfordernde Aufgabe der Feuerwehren. Zum besseren Verständnis wurden anschließend auch die Begriffe "Kontamination", "Dekontamination" und "Kontaminationsverschleppung" kind- und jugendgerecht erklärt. Für die Feuerwehr stehen diese Begriffe für die Verschmutzung und Reinigung von Personen und Sachen, die mit Gefahrstoffen verschmutzt sind.

Nach der kurzen Einführung wurden zwei Gruppen gebildet, um einzelne Teile der Ausrüstung unter der Anleitung von sechs Spezialisten der Löschgruppe Schnathorst aufzubauen. Gruppe eins war zuständig für den Aufbau der "Einpersonenduschkabine" und des Duschzeltes. Aufgabe der Gruppe zwei war es, die Wasserversorgung und die Technik für die Pumpen sowie den kompletten Abwasserbereich herzurichten. Nach rund 30 Minuten war dieser Aufbau-Auftrag erledigt. Während einer Pause für die Mädchen und Jungen rüsteten sich zwei Helfer mit einem Chemikalienschutzanzug und einer typischen Schutzausrüstung für die Arbeit am Dekontaminations-Platz aus. Das Auftauchen dieser beiden "verkleideten" Kameraden löste bei den Jugendlichen neugierige Blicke aus. Das sieht man, außer vielleicht im Fernsehen, auch nicht jeden Tag.

Nach einer Vorführung, wie CSA-Träger im Einsatz gereinigt werden, wurde mit vereinten Kräften der Dekon-Platz wieder abgebaut und das Material verstaut. Nach gut zwei Stunden Sonderdienst konnten die Jugendgruppen, um eine Feuerwehrerfahrung reicher, die Heimreise wieder antreten.

Uwe Kirchhoff

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