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Kilianstädter Jugendfeuerwehr im Folterturm

Kilianstädter Jugendfeuerwehr im Folterturm

Allgemeine Jugendarbeit – ein wesentlicher Baustein des Ausbildungsprogrammes einer Jugendfeuerwehr. In einer „Selbstorganisierten Einheit –SOE“ brachten sich die Angehörigen des Kilianstädter Brandschutz-Nachwuchses ein Jahreszeit-angepasstes Thema näher: Brauchtum HALLOWEEN.

In Kleingruppen erarbeite man Tradition und Herkunft des auch hierzulande beliebten Brauches, der am Vorabend des katholischen Hochfestes „Allerheiligen“ zelebriert wird. Aus Irland stammend, nahmen Auswanderer ein Stückchen Heimat mit ins ferne Amerika, bevor die Welle in den 1990er Jahren über Frankreich auch zu uns zurück schwappte.

Der Kürbis löste in den USA die Rübe ab und hat diese auch hierzulande verdrängt. Im praktischen Teil bewiesen die Jugendfeuerwehrleute ihre Phantasie: gruselige Gesichter und fürchterliche Fratzen entstanden in Kürbissen, zum Andenken an den irischen Bösewicht Jack Oldfield, dem der Teufel einer Sage nach eine glühende Rübe schenkte.

Das Highlight stellte sicherlich Riesenkürbis „Kevin“ dar, der seitdem mit seinem furchterregenden Grinsen vom Dach des Feuerwehrhauses Passanten erschreckt. Betreuerin Moni sorgte mit kulinarischen Schreckgestalten für volle Mägen: kleine Kuchen in Form von Hexen und Mumien schmeckten fürchterlich lecker.

Abschluss und Höhepunkt des Workshops bildete eine Exkursion zur Hochburg des deutschen Halloween-Spektakels: Burg Frankenstein bei Pfungstadt. Beim Rundgang durch die alten Gemäuer begegnete den Brandschützern so manche Gruselgestalt in schaurigem Ambiente: ein Zombie mit Kettensäge sorgte für Schrecken, wunderschöne Vampirfräulein fletschten lange Eckzähne, Betreuer Hans-Peter sah sich unversehens auf eine Streckbank gebunden.

Im Folterturm zeigten schwarzverhüllte Monster Funktion und Wirkungsweise einer Daumenschraube. Obwohl diese Szenen alle für einen Familientag inszeniert waren, wurde doch so manche laute Stimme der wackeren Brandschützer ziemlich kleinlaut Nach so viel Schrecken schmeckte die Vampirpizza aber doch lecker.

Hans-Peter Loeb, Feuerwehr Kilianstädten

Die Kilianstädter Jugendfeuerwehr auf dem "Friedhof" auf Burg Frankenstein
Kinder der Jugendfeuerwehr in den Fängen von Vampiren
Gruselwerkstatt im Feuerwehrhaus Kilianstädten
Teamfoto mit den selbstgeschnitzten Gruselkürbissen
Zwei Schreckgestalten:  Riesenkürbis "Kevin" und Chihuahuahündin Jana
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