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Rückwärts einparken, kann doch (fast) jeder

Fahrertraining für die Jugendbetreuer in Wahlheim

Die Jugendleiterinnen und Jugendleitern in Walheim trafen sich jetzt zum Fahrertraining für MTWs. Ausgerichtet wird dieser Lehrgang von Guido Hämmerle, dem Fachgebietsleiter Feuerwehrtechnik der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg. Getreu dem Motto in der Überschrift saß die junge Gruppe am Freitagabend im Walheimer Feuerwehrhaus und befasste sich erst einmal mit der Theorie. Verantwortungsvolles Handeln und Rücksichtnahme im Straßenverkehr wurde schon in der Fahrschule vermittelt, zusätzlich kommt bei der Jugendarbeit aber noch der Transport von Jugendlichen hinzu. Gerade für junge Jugendleiter und Führerscheinneulinge eine wichtige Information. Wer weiß schon, wo bei seinem MTW das Handbuch und das Warndreieck sind. Zusätzlich wurden die Themen zum richtigen Sitzen im Fahrzeug angesprochen.
Am Samstagmorgen traf sich die Gruppe erneut auf dem Parkplatz am Kraftwerk in Walheim. Bei herrlichem Sonnenschein hatten die Ausbilder schon einen interessanten Parcours aufgebaut. Auf dem Programm standen das Abbremsen aus geringer Geschwindigkeit, rückwärts einparken, Slalomfahren vorwärts und rückwärts, Fahren mit Einweiser, Wenden auf engem Raum, Sinneswahrnehmung bei Trunkenheit und Drogen, Höheneinschätzung und Spurwechsel bei geringer Geschwindigkeit. Die Stimmung im Teilnehmerkreis war sehr gut und alle vertraten die Meinung, dass das jeder mit links absolvieren würde. Doch schon nach den ersten Übungen stellte sich heraus, dass die täglichen, kleinen Herausforderungen mit MTW riesengroß werden. Gerade der Wendekreis eines Transporters ist deutlich anders, als der eines PKWs. Die gleichen Probleme taten sich auf, als es um das Rückwärts Einparken ging. Aus dem privaten PKW gewohnt, mit Assistenzsystemen einzuparken, fehlen diese elektronischen Spielereien doch in einer Vielzahl von Feuerwehrfahrzeugen. Viele Paletten und Leitkegel mussten bei diesen Stationen unliebsame Bekanntschaften mit den Reifen und Unterböden der Fahrzeuge machen.
Zur Überprüfung des theoretischen Wissens mussten alle Teilnehmer einen fahrschulmäßigen Fragebogen ausfüllen. Die praktische Abschlussprüfung stellte alle Teilnehmer vor eine neue Herausforderung, der Parcours wurde komplett umgebaut. Aufgeteilt in Gruppen zu je zwei Teilnehmern musste der Parcours ohne Fehler abgefahren werden. Bewertet wurde dabei die Zeit und Fehlerpunkte beim Rangieren, Einparken und Abschätzen der Höhe. Die Zeit bildete dabei aber nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr war es wichtig, sein Fahrzeug in den „Grenzsituationen“ Schrittgeschwindigkeit richtig einzuschätzen und ohne Berührung von Leitkegeln und Paletten den Parcours zu absolvieren.
Als Abschluss  kann man festhalten, dass  fast jeder einparken kann. Problematisch wird es nur dann, wenn das Fahrzeug größer, breiter und länger ist, als das Eigene. Ein Lehrgang also, der sich in jedem Fall für die Teilnehmer lohnt!
(Jens Große)

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