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Gedenkveranstaltung 10 Jahre Schwanenwerder

Tragisches Unglück sorgt noch immer für Bestürzung

Gedenkveranstaltung 10 Jahre Schwanenwerder
Quelle: S. Jacobs (DFV)

Heute (Dienstag, der 10.07.2012) ist es bereits 10 Jahre her, als eines der dunkelsten Ereignisse in der Geschichte der Deutschen Jugendfeuerwehr passierte.

 

Hier der Beitrag aus dem damaligen Lauffeuer von Holger Schönfeld:

 

Schwanenwerder - ein Sturm der Verzweiflung
In diesen Tagen haben wir erneut gelernt: Es kommt immer wieder vor, dass die Feuerwehren und ihre Einsatzkräfte angesichts ungeheuerlicher Naturgewaltenen machtlos sind. So auch beim Orkan namens „Anita", der mit bisher in Deutschland nicht bekannter Gewalt am Abend des 10. Juli d. J. über die Berliner Halbinsel Schwanenwerder raste. Hier, wo in einem Zeltlager über 150 Jugend­feuerwehr-Angehörige (teilweise auch Gäste aus anderen Bundesländern) zunächst unbeschwert ihre Ferien verlebten, passierte das Undenkbare und von niemanden Kalkulierbare. Was hier innerhalb weniger Minuten, ja Sekunden, passiert sein muss, ist (vor allem für Außenstehende) nur schwer nachvollziehbar. Und fest steht auch postum: Alle vorherigen Unwetter-Warnungen und die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen haben die Tragödie und die Katastrophe nicht verhindern können. In all dem Chaos versuchen die Verantwortlichen einen „klaren Kopf" zu behalten und vor allem den Jugendlichen zu helfen. Doch die Naturgewalten sind schneller und stärker - entwurzelte, abrechende Bauriesen werden zur tödlichen Falle: Als nach wenigen Minuten das Unwetter vorbei ist und der Himmel aufklart, sieht es in Schwanenwerder wie nach einem „amerikanischen Orkan" aus und zwei Jugendliche, Maik Gurk aus Berlin und Sascha Schreck aus Frank­furt, starben in diesem Inferno. Das Entsetzen und die Trauer ist riesengroß und der Schock sitzt tief - auch bei uns vom Lauffeuer. Warum musste es gerade diese jungen Menschen erwischen ? ... diese und viele andere Fragen wurden/werden gestellt.
[...] Die Zeit wird sicherlich einige Wunden heilen, der Verlust von Maik Gurk und Sascha Schreck bleibt schmerzlich - nicht nur für die Ange­hörigen sondern auch für viele Jugendfeuerwehren in ganz Deutschland und darüber hinaus. (hs)

 

 

Für viele ist diese dramatische Zeit noch tief im Gedächtnis.Gemeinsam möchte die Deutsche Jugendfeuerwehr, die Berliner Jugendfeuerwehr und der Deutsche Feuerwehrverband den Opfern gedenken.

 

Um 18:30 Uhr wird am Feuerwehrehrenmal am Mariannenplatz heute zwei Kerzen für die beiden Verstorbenen entzündet. Bundesjugendleiter Johann-Peter Schäfer, Feuerwehrpräsident Hans-Peter Kröger und viele weitere Vertreter von Politik und Feuerwehr nehmen an der Veranstaltung teil.

 

Auch die Gedanken des Lauffeuer-online Teams sind heute bei Sascha und Maik, ihren Freunden und Angehörigen.

 

 

nb 

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