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Tag des Ehrenamtes - 5. Dezember

Aus der Lauffeuer-Reihe der Gedenk- und Aktionstage

Tag des Ehrenamtes - 5. Dezember

Eine Welt ohne Ehrenamt? Die sähe wahrscheinlich so aus: Keine Sportvereine in den Dörfern und Städten, keine Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige, keine regelmäßig geöffnete Stadtteilbibliothek, keine Spielplatzrenovierung, keine Hilfe für geflüchtete Menschen, kein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz – und natürlich keine Jugendfeuerwehr. Ohne Ehrenamt würde die Gesellschaft, wie wir sie kennen, nicht funktionieren.

In Deutschland sind derzeit fast 15 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig. Allein in den Feuerwehren des Landes leisten fast eine Million Freiwillige einen Beitrag zum Gemeinwohl. Ehrenamt ist dabei keine Frage des Alters – über die Hälfte der 12- bis 17-Jährigen und fast ein Viertel der über 70-Jährigen in Deutschland engagieren sich freiwillig.

 

Tag des Ehrenamtes seit 1986

Um den Einsatz ehrenamtlich tätiger Menschen zu würdigen und auf die Bedeutung des Ehrenamts für das Funktionieren der Gesellschaft aufmerksam zu machen, wird jedes Jahr am 5. Dezember der Internationale Tag des Ehrenamts (International Volunteer Day) gefeiert. Der von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufene weltweite Aktionstag wurde 1986 zum ersten Mal organisiert. In Deutschland werden an diesem Tag z.B. Ehrenamtliche mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und Ehrenamtsorganisationen versuchen, neue Helferinnen und Helfer zu gewinnen.
Insbesondere für junge Menschen bieten ehrenamtliche Tätigkeiten eine wichtige Gelegenheit, Verantwortung für Andere zu übernehmen, Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft zu nehmen, sich weiterzubilden und Gemeinschaft zu erleben. Wer sich z.B. als Betreuer oder Jugendwartin bei der Jugendfeuerwehr engagiert, hilft nicht nur anderen Menschen und ist ein wichtiges Vorbild für jüngere Generationen, sondern kann auch die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln und Dinge lernen, die über das Feuerwehrleben hinaus wichtig sind.

Allerdings hat das Ehrenamt nicht nur positive Seiten. Wo Freiwillige zentrale Aufgaben übernehmen, kann der Staat öffentliche Leistungen zurückfahren und es besteht die Gefahr, dass regulär bezahlte Arbeitsplätze eingespart werden. Darüber hinaus steht ehrenamtliches Engagement nicht allen Menschen im gleichen Maß offen – man muss es sich leisten können, Zeit und z.T. auch Geld in ein Ehrenamt zu investieren. Sozial schwächer gestellte Menschen werden so von einem wichtigen Bereich gesellschaftlicher Teilhabe und Mitgestaltung ausgeschlossen. Und schließlich: Der Umfang und die fachlichen Anforderungen an viele ehrenamtliche Tätigkeiten drohen, Freiwillige heute teilweise zu überfordern. Der von vielen Menschen im Arbeitsumfeld erlebte Zeit- und Leistungsdruck macht auch vor dem Ehrenamt nicht halt. Auch an diese Seiten des gesellschaftlich so wichtigen Ehrenamts sollte am 5. Dezember erinnert werden.

Mehr Informationen findest Du bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Die Jugendfeuerwehr ist unsere Zukunft

Die Jugendfeuerwehr ist die Nachwuchsorganistaion der Feuerwehren. Die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren garantiert, dass der Katastrophenschutz auch in den nächsten Jahrzehnten zuverlässig und kompetent geleistet werden kann. Denn von den 23.221 Feuerwehren in Deutschland sind rund 96 Prozent ehrenamtlich besetzt. Hier bekommst Du alle weiteren Fakten zum Ehrenamt bei der JUgendfeuerwehr in Deutschland.

„Die Jugendfeuerwehr ist unsere Zukunft. Es ist unbezahlbar, wenn die Mädchen und Jungen erkennen, dass sie und ihr Engagement bereits in ihrem jungen Alter die Welt verändern können. Dieses Engagement muss unterstützt und gefördert werden”, so Bundesjugendleiter Christian Patzelt.

Hier gibt es die Pressemitteilung der DJF.

 

Reihe der Gedenk- und Aktionstage im Lauffeuer

Der Artikel stammt aus unserer Reihe der Gedenk- und Aktionstage im Lauffeuer. In jeder Ausgabe stellen wir Dir die Bedeutung einiger Tage vor.

 

Du hast noch kein Lauffeuer? Hier bekommst Du Deine Ausgabe direkt zu Dir nach Hause in den Briefkasten.

 

 

Karsten Gäbler / jf

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